Portrait

Bekannte und (noch) nicht so bekannte Musiker, Sänger, Künstler, Schriftsteller geben in den Interviews dieser Galerie Einblick in ihr Innenleben. Besonderes Interesse gilt neben ihrer persönlichen Entwicklung auch ihren Beweggründen, ihrer Kunstauffassung und ihrem Bezug zur Spiritualität.

Lange war Christian Redl in Film- und Fernsehproduktionen auf düstere Charaktere festgelegt und musste den Bösewicht vom Dienst geben. Parallel konnte er im Theater durchaus seine komische Seite zeigen. Der gebürtige Schleswiger ist seit geraumer Zeit auch als Musiker unterwegs. Neben der Vertonung von Baudelaire-Gedichten legt der 66-Jährige mit Sehnsucht nun sein zweites Album vor mit selbst geschriebenen Liedern, die von einem Leben mit vielen Höhen, aber auch extremen Tiefen inspiriert sind.
Vor 124 Jahren am 8. Mai 1891 starb Helena Petrowna Blavatsky im Alter von nur 59 Jahren. Die Gründerin der Theosophie war mitunter sehr kreativ, wenn es um die Ausschmückungen ihrer Biografie ging. Ursula Keller und Natalja Sharandak haben sich auf Spurensuche begeben und zeichnen in einem lesenswerten Buch den Lebensweg der gebürtigen Russin nach. Dabei entstand das Bild einer facettenreichen Persönlichkeit, die viele fasziniert und nicht wenige auch irritiert hat. Zeit ihres Lebens musste sich Madame Blavatsky mit Betrugs- und Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen. Ihre Schriften und die Grundlagen der von ihr mitbegründeten Theosophischen Gesellschaft haben trotzdem bis heute Einfluss auf viele Bereiche moderner Esoterik, Spiritualität und Kulturgeschichte. Wir sprachen mit Ursula Keller über schwierige Recherchen und eine faszinierende Frau.
Seine Auftritte in der Verbotenen Stadt (China) und vor dem Taj Mahal (Indien) sind legendär. Der Mitschnitt seines Konzerts Live at the Acropolis ist nach Michael Jacksons Thriller weltweit das meistverkaufte Musikvideo. Yanni ist fraglos einer der erfolgreichsten Weltmusiker, dessen Karriere nun seit drei Dekaden andauert. Nach rund 20 Jahren kommt der gebürtige Grieche mit Wahlheimat USA im April für drei Konzerte zum zweiten Mal überhaupt nach Deutschland. Vorab sprach er exklusiv mit VISIONEN über sein nächstes Album, welche Erfahrungen er aus seinen Auftritten in China und Indien mitgenommen und wie sich sein Burnout auf seine Arbeit aus...
Paul-Julien Robert wuchs weitgehend abgeschottet von der Außenwelt in der größten Kommune Europas, dem Friedrichshof im österreichischen Burgenland, auf. In den 1970er Jahren vom Wiener Aktionskünstler Otto Mühl als „lebendiges Kunstobjekt“ gegründet, entwickelte sich das Experiment Kommune bald zu einem autoritären repressiven System unter Mühls Führung, der nach Auflösung des Friedrichshofs 1990 wegen Missbrauchs vor Gericht gestellt wurde. In seinem ersten Dokumen...
Ein unscheinbares Büchlein mit Gedichten des chilenischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda inspirierte Ute Lemper dazu, seiner Poesie gleich ein ganzes Album zu widmen. Nicht das erste Mal, dass sich die Wahl-New Yorkerin mit der Kultur Lateinamerikas beschäftigt, wie sie im Gespräch kurz vor ihrer Deutschland-Tournee verriet.
Als Nicole Nau vor rund 25 Jahren das erste Mal nach Buenos Aires flog, um alles über den Tango zu lernen, konnte sie nicht wissen, dass sie dort ihre zweite Heimat finden und eine der bekanntesten Tango-Tänzerinnen des Landes werden würde. Die gebürtige Düsseldorferin und ihr Mann, der erfolgreiche Tänzer Luis Pereyra, tragen die Botschaft dieses Tanzes und damit auch die Kultur Argentiniens in ihren atemberaubenden Shows hinaus in die Welt. Über ihr bewegtes Leben hat Nicole Nau ein sehr offenes und ehrliches Buch geschrieben. Mit VISIONEN sprach die 50-Jährige über ihre Liebe zum Tanz und zu Argentinien, die spirituelle Seite des Landes und die kulturellen Wurzeln des Tango.
„Um einen Samba zu erschaffen, braucht man ein klein wenig Traurigkeit“, davon ist die amerikanische Sängerin Stacey Kent überzeugt. Diese Atmosphäre wollten sie und ihr Mann, der Komponist und Arrangeur Jim Tomlinson, auf ihrem neuen Album The Changing Lights schaffen. Im nachfolgenden Gespräch erklärt Stacey Kent, was den Samba vom Fado unterscheidet, und verrät, was es mit dem Begriff Saudade auf sich hat.
Fünfzehn Jahre haben sich Clannad Zeit gelassen, bis sie mit Nádúr endlich wieder ein neues Studio- Album aufnahmen. Die irische Formation ist seit mehr als vier Jahrzehnten auf den Bühnen der Welt zuhause. Clannad gelten zu Recht als Wegbereiter der gälischen Renaissance. Zu Beginn ihrer Karriere wollte niemand ihre Lieder hören. Später traten Musiker wie Cara Dillon oder Capercaillie in ihre Fußstapfen. Aus dem Familienclan Brennan stammt auch Enya, die seit vielen Jahren ebenfalls erfolgreich als Solo-Künstlerin ist. Sängerin Moya Brennan, die älteste der neun Brennan- Geschwistern, schaut im folgenden Gespräch auf bewegende Momente mit Clannad zurück.
Neun Monate im Jahr ist die Ross See in der Antarktis von Packeis umgeben. Noch vor wenigen Jahren war sie ein unberührtes marines Ökotop. Menschen kamen nur zu Forschungszwecken in ihre Nähe. Bis die Hochseefangflotten das Gebiet für sich entdeckten und damit begannen, den seltenen antarktischen Thunfisch zu fangen, der in den USA und Asien als Chilenischer Seebarsch die Speisekarten der Luxusrestaurants krönt. Doch mit der Reduzierung des Thuns greift der Mensch in ein über Jahrtausende gewachsenes System ein und bringt es aus dem Gleichgewicht. Die Ross See ist be...
Mit Anfang 20 fiel Cheryl Strayed in ein tiefes Loch. Ihre Mutter war mit gerade einmal 45 Jahren an Krebs gestorben. Die Trauer übermannte die junge Frau so sehr, dass sie immer öfter Risiken einzugehen begann, um den Schmerz zu betäuben. Sie zerstörte ihre Ehe, begann Heroin zu nehmen. Durch Zufall fiel Cheryl eines Tages ein Wanderführer für den Pacific Crest Trail in die Hände. Ein Weg, der über tausend Meilen durch die Wildnis führt und dem Wanderer aufgrund der klimatischen und Geländebedingungen alles abverlangt. Vier Jahre nach dem Tod der Mutter nahm Cheryl 1995 die Herausforderung an und lief los. Mit Schuhen, die eine Nummer zu klein waren, einem Rucksack, den sie kaum heben konnte, aber dem Willen, es zu schaffen. Die zweifache Mutter sprach mit VISIONEN über Gehen als Trauerbewältigung und darüber, warum ihr die Wildnis keine Angst machte.
Anfang der 1990er Jahre besuchte Büdi Siebert die Cheops-Pyramide in Gizeh und spielte dort, getragen vom Moment und dem sakralen Ort, so lange wie das Material des mitgebrachten Aufnahmegerätes reichte. Das Ergebnis veröffentlichte der Multi-Instrumentalist 1993 als CD Pyramid Call. Damals, so sagt er im Gespräch mit VISIONEN , hätte er den ersten Impuls für sein neues ungewöhnliches Projekt „Inner Dances“ bekommen.
Carminho heißt der neue Stern, der an Portugals Fado-Himmel aufgegangen ist. Die Tochter der Fadista Teresa Siqueira stand schon als Teenager auf der Bühne und sang. Doch bevor sie ihr Leben ganz dem Fado verschrieb, wollte sie Erfahrungen sammeln und ging als ehrenamtliche Helferin für eine Hilfsorganisation nach Indien, Peru und Kambodscha. 2007 stieg sie dann ins Musikgeschäft ein. Regisseur Carlos Saura, der schon dem Flamenco eine Dokumentation widmete, portraitierte sie für seinen Film Fado. 2009 erschien ihr viel beachtetes, schlicht Fado betiteltes Debütalbum. Mit dem Nachfolger Alma („Seele“) besuchte Carminho im November und Dezember 2012 Deutschland. VISIONEN -Redakteurin Claudia Hötzendorfer sprach mit der 28-Jährigen über ihr humanitäres Engagement, die Wurzeln des Fado, den die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat, und die neue Generation von Fadistas, die den Musikstil aus den Armenvierteln Lissabons hinaus in die Welt tragen.
Jürgen Domian ist Nachtschwärmern als Late- Night-Talker der bi-medialen Call-in-Sendung Domian bekannt, die seit nunmehr 17 Jahren von dienstags bis samstags im WDR-Fernsehen und im Hörfunksender 1Live ausgestrahlt wird. Mit seinen Romanen „Am Tag als die Sonne verschwand“ und „Der Gedankenleser“ hat der gebürtige Gummersbacher bewiesen, dass er auch als fiktionaler Autor sein Publikum finden kann. Rund 20.000 Interviews hat der 55-Jährige seit seiner ersten Sendung 1995 geführt. Nur ein Gesprächspartner war wirklich schwer zu überzeugen. Schließlich hat er auch alle Hände voll zu tun, um mal eben so Rede und Antwort zu stehen. D...
Die Medien haben ihn als Jungliterat gefeiert und in der Schublade vorübergehendes Pop- Phänomen verortet. Inzwischen ist aus ihm ein ernstzunehmender Schriftsteller geworden. Dabei hatte Benjamin Lebert mal vor, Batman zu werden, wie er schmunzelnd verrät. Da die Stelle jedoch schon mit einem Kerl im Fledermauskostüm besetzt war, entschied sich der damals 14-Jährige für Plan B. Er brachte seine Teenager-Erlebnisse zu Papier und zwischen zwei Buchdeckel. Ein Jahr später stürmte das autobiografisch gefärbte Erstlingswerk mit dem griffigen Titel Crazy die internationalen Bestsellerlisten. Das war 1999. Mit seinen inzwischen vier Folgeromanen hat Lebert längst bewiesen, dass er keine literarische Eintagsfliege ist. Kürzlich ist sein neuestes Werk Im Winter dein Herz erschienen, in dem er eigene Erfahrungen mit Essstör...
Für Samsara reisten Mark Magidson und Ron Fricke mit einem kleinen Team in einem Zeitraum von fünf Jahren in 25 Länder. Dabei suchten sie bewusst Drehorte, die das Leben in all seinen Widersprüchlichkeiten und Facetten abbilden. Sie besuchten Mönche in Tibet, film...
In seinem neuen, mit Stars wie Robert de Niro und Sigourney Weaver besetzten Film Red Lights beschäftigt sich Regisseur Rodrigo Cortés (Buried – Lebendig begraben) mit paranormalen Phänomenen, mit deren Erforschung und mit Menschen, die sich ihrer bedienen, um das große Geld zu machen. Der Spanier spielt dabei mit der Wahrnehmung des Publikums, das sich nie sicher sein kann, wie es die Geschichte und die Charaktere einzuschätzen hat. Das birgt Diskussionsstoff und fordert dem Zuschaue...
Seit Mitte der 1980er Jahre bastelt Wolfgang Muthspiel kontinuierlich an seiner Karriere. Der Österreicher hat sich, spätestens seit Gary Burton ihn als Nachfolger von Pat Metheny in seine Band einlud, einen Namen als international gefragter Jazz-Gitarris...
Der Spielfilm The Music Never Stopped erzählt auf berührende Weise die Geschichte von Gabriel, einem jungen Mann, dessen Erinnerungsvermögen durch einen Gehirntumor stark eingeschränkt ist. Um Zugang zu seinem Sohn zu finden, bittet sein Vater Henry eine Musiktherapeutin um Hilfe. VISIONEN Redakteurin Claudia Hötzendorfer sprach mit Regisseur Jim Kohlberg und Hauptdarsteller J. K. Simmons über die heilende Kraft der Musik.
Mit dem Album „The Wind that Shakes the Barley“ kehrte Loreena McKennitt 2010 zu ihren musikalischen Wurzeln zurück. Die Faszination für das Volk und die Geschichte der Kelten hatte die Kanadierin in den letzten zwei Jahrzehnten in viele Länder auf den Spuren ihrer Kultur reisen lassen, was sich auch in ihrer Musik niedergeschlagen hat. Während der Promotiontour für ihre neue Platte gab Loreena ein Konzert im kleinen Rahmen, das nun zum Start ihrer Europa-Tournee unter dem Titel „Troubadours on the Rhine“ auf CD erscheint.
Serge Kahili King ist vielen Lesern bekannt durch seine Sachbücher über die Huna- Tradition Hawaiis, die längst zu Klassikern spiritueller Literatur geworden sind. Nun hat der Stadt-Schamane seinen ersten Thriller vorgelegt. Darin begeben sich ein hawaiianischer Schamane und sein Enkel auf die Spur einer Killerin, die ihrerseits von Kindesbeinen an in p...
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