„Dadurch, dass ich anderen zugehört habe, konnte ich auch viel über mich selbst lernen“
Im Gespräch mit der Fadista Carminho - Portugals neue starke Stimme
Auf deinen Alben singst du sowohl Traditionals als auch eigene Songs. Wie suchst du aus, was du aufnehmen möchtest?
Es ist ein Prozess für mich. Wenn ich an einem Album arbeite, betreibe ich immer sehr viel Recherche. Ich suche nach traditionellen Melodien oder Texten. Manchmal nutze ich zum Beispiel eine alte Melodie und kombiniere sie mit neuen Texten. So kann ich die Tradition lebendig halten und gleichzeitig mit etwas Modernem verbinden. Ich lebe im 21. Jahrhundert und ich möchte gern Aktuelles in meinen Texten verarbeiten. Je nach Stimmung arbeite ich auch sehr gern mit traditionellen Musikern zusammen, um die alten Stücke wiederzubeleben.
Was hat dich gereizt, die Lyrik von Antonio Gedeao zu vertonen?
Ich texte manchmal selbst zu den alten Melodien. Hin und wieder bitte ich auch befreundete Dichter, Texte zu schreiben, die ich singen kann. Manchmal finde ich auch Gedichte in alten Poesiebänden, die mich derart faszinieren, dass ich sie einfach singen muss. So war es auch bei den Gedichten von Antonio. Ich versuche mich immer in den Texten wiederzufinden, so können sie ein Teil von mir werden und ich kann das transportieren, was mich bewegt.
Ich versuche mich immer in den Texten wiederzufinden, so können sie ein Teil von mir werden und ich kann das transportieren, was mich bewegt.
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