Gelebte Spiritualität

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – die spirituelle Praxis ist keine Weltflucht, sondern wird im Alltag erprobt und bestätigt. Erfahrene geistige Lehrer und Praktizierende schreiben über bewährte Wege und Methoden zur Klärung und Entfaltung des Bewusstseins.

Gottliebende Menschen zeichnen sich durch vier Wesensmerkmale aus: Sie erfahren Gott in sich, nehmen alles im Leben als seinen Willen an, haben Freude am selbstlosen Dienen und lassen sich bei allem, was sie tun, von Gottes Führung leiten.
Das Ruhegebet ist ein Kernstück christlicher Spiritualität, das jahrhundertelang leider nur in christlichen Klöstern und Gemeinschaften gepflegt wurde. Dort brachte es immerhin hochkarätige Mystiker und Mystikerinnen hervor, während das Laienvolk nur liturgische Wortgebete und Fürbitten kannte. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts, nach Säkularisierung, „Gott-isttot“- Theologie und Hippie-Bewegung, begannen katholische Geistliche diese Gebetspraxis nicht nur in den Orden wiederzubeleben, sondern auch einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.
Am 27. April wird Johannes XXIII. heilig gesprochen – auch ohne Wunderbelege: Sein „Tugendgrad“ sei „allgemein bekannt“. Belege für sein Gottvertrauen, seine Konzilianz und Güte gibt es zuhauf. Hier ein bunter Strauß Erinnerungen an „Vati“Kan.
„Saturn auf dem AC erzeugt Einsamkeit, Pflichtbewusstsein und vielleicht das Gefühl, nie wirklich unbeschwert Kind sein zu dürfen. Wird diese Energie erlöst, erwartet uns ein erfolgsgekröntes Leben voll ernsthaftem Streben nach Reife und Weisheit.“
Der Tod ist nicht das Ende: Dass und wie es danach weitergehen könnte, darüber geben zahlreiche Berichte über Nahtoderfahrungen Aufschluss. Dennoch ist die Skepsis von Wissenschaftlern und Medizinern gegenüber dem Phänomen Nahtod immer noch groß.
Die Begegnung mit einer hoch betagten, als dement diagnostizierten Frau in einem Altenpflegeheim wird für ein junges Mädchen zu einem Schlüsselerlebnis über die Kraft der Stille, das Vertrauen ins Leben – und vorschnelle Urteile.
Mit dem Satz Durch dich sprechen wir wurde Stephan Götze von Archie Fire Lame Deer, Medizinmann der Lakota-Indianer, dazu bestimmt, deren über viele Generationen bewahrtes Wissen in die Welt hinaus zu tragen. Denn nicht nur er war sich bewusst, dass das was der Stamm über die Vorgänge in der Natur weiß, eine unschätzbare Hilfe sein kann, um Lösungsansätze für Probleme wie Klimawandel und Umweltschutz zu finden. Seit den 1980er Jahren beschäftigt sich Stephan Götze mit der...
Gottliebende lieben alle Wesen, gleich welcher Art, mit einheitlicher Liebe (vgl. „Gott lieben – wie ist das?“ in diesem Heft). Eine Begebenheit aus „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll zeigt anschaulich, wie dies möglich ist.
Woher kommt das Licht, das uns das Sehen ermöglicht? Eine einfache Frage, die aber tief in das Mysterium der Seele und alles Seienden führt. Um das Licht zu sehen, sagt Pir Zia Inayat Khan in diesem Vortrag, müssen wir lernen, anders zu schauen,
„Wie verhalten sich Menschen, die einem spirituellen Weg folgen, in ihrer Beziehung zu Gott? Wie zeigt sich die Liebe zu Gott in ihrem Leben? Von welcher Warte aus betrachten sie die Welt? Und von welcher Grundidee lassen sie sich leiten?“
Die Fastenzeit ist eine willkommene Gelegenheit zur inneren Klärung. Dazu zählt wesentlich auch, Vergebung zu üben und den Groll gegen andere ein für allemal loszulassen. Dabei kann ein Sack voller Kartoffeln ungeahnte Dienste leisten ...
„Zwischen Heiler und Patient, spirituellem Meister und Schüler ist eine Atmosphäre der Akzeptanz etwas ebenso Einfaches wie Wirkungsvolles. Wenn beide zugleich in der Situation anwesend sind, entsteht ganz natürlich eine heilende Beziehung.“
Gianna Wabner ist Leiterin von Druk Kunzig Ling, dem Hamburger Zentrum des tibetischbuddhistischen Drukpa-Ordens, welches unter der Schirmherrschaft S. H. Gyalwang Drukpas steht. Aktuell baut sie die humanitäre Stiftung Live To Love Germany weiter auf. Seit über 25 Jahren arbeitet sie als Heilpraktikerin, Heilerin und Lehrerin unter anderem der holistischen Medizin. Für VISIONEN erklärt sie aus Sicht des buddhistischen Dharma das Phänomen der Angst und Wege, um sie zu beheben.
Sie widmete ihr Leben einem zeitgemäßen Schamanismus, in dem Tanz, Musik, Theater und andere Formen der Kreativität eingesetzt werden, um die wahre Lebendigkeit in Körper, Geist und Seele wiederzuentdecken. Als Gabrielle Roth am 22. Oktober 2012 mit 71 Jahren starb, hinterließ sie ein reiches Erbe mit Tausenden von begeisterten Menschen, die ihre Lehre und speziell die 5 Rhythmen weltweit vermitteln.
„Üble Nachrede und öffentliche Kritik sind ausdrücklich dazu angetan, die Schüler eines Meisterheiligen im Glauben zu stärken. Ohne diese Prüfung könnten sie sich nicht bewähren und kämen in ihrer Entwicklung nicht voran.“
Weise Helfer wählen den Mittelweg zwischen übergriffiger Kontrolle und nachgiebiger Gleichgültigkeit: achtsames Gewährenlassen. Sie beobachten die Lage, bis der rechte Moment da ist, um Lösungen zu zeigen und Änderungen zu ermöglichen.
Helfenwollen ist eine gute Sache. Wir sollten aber unsere Grenzen kennen. Sonst tun wir des Guten unter Umständen zuviel. An welchen Leitlinien können wir uns orientieren, damit unsere Hilfe angemessen und wirklich hilfreich ist?
Gefühle sind flüchtig und unbeständig. Aber manche Gefühle, wie Angst und Wut, können so mächtig sein, dass sie uns überwältigen und in einen Strudel des Leids hinab ziehen. Thich Nhat Hanh rät dazu, starken Gefühlen mit Achtsamkeit zu begegnen und sie aufzulösen.
Ist es möglich, die rastlose Gier nach immer mehr zu stoppen und ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen? In seinem aktuellen Buch „Verrückte Welt“ beleuchtet der Psychologe Steve Taylor die „Humanie“ – unsere alltägliche Verrücktheit – und Wege zur Heilung und Harmonie
Echte und umfassende Selbsterkenntnis setzt eine Transformation des Menschen auf allen Ebenen seines Seins voraus – in seinem Denken, Fühlen, Wollen und Handeln. Das beste Werkzeug dafür ist die Meditation, und der beste Weg dahin ist die Liebe.
<<  Artikel 1-20 von 639  >> Einträge pro Seite:  10 20 50 100
AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben