Gelebte Spiritualität

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – die spirituelle Praxis ist keine Weltflucht, sondern wird im Alltag erprobt und bestätigt. Erfahrene geistige Lehrer und Praktizierende schreiben über bewährte Wege und Methoden zur Klärung und Entfaltung des Bewusstseins.

Es gibt so erschreckend viel Unrecht in der Welt. Warum? Und warum lässt Gott das zu? Eine alte jüdische Legende bietet eine ermutigende Perspektive.
Auf sein Gewissen zu hören und entsprechend zu handeln, hat immer seinen Preis. Aber es gibt immer wieder Menschen wie Noor-un-Nisa Inayat Khan, die in puncto Wahrhaftigkeit und Mut ein glaubwürdiges Vorbild geben.
Es gibt fünf Leidenschaften, die uns nichts als Leiden schaffen: Vergnügungsstreben, Bindungssucht, Unzufriedenheit, Begehrlichkeit und Stolz. Und es gibt einen Weg, um sie alle zu überwinden. Er besteht darin, ein Leben in Einfachheit zu führen.
„Aus Unwissenheit machen wir Fehler und dann haben wir ein schlechtes Gewissen. Statt dessen sollte uns als erstes folgender Gedanke in den Sinn kommen: Wenn ich die Macht habe, etwas falsch zu machen, dann hat Gott die Macht, mir zu vergeben.“
Der spirituelle Pfad wird oft mit Worten erläutert, die widersprüchlich scheinen, zum Beispiel als leicht und als schwer. Bei näherem Hinsehen erweisen sich diese Gegensätze aber als gleichermaßen gültige Beschreibungen aus verschiedenen Blickwinkeln
Sie ist eine ganz normale Frau, verheiratet, arbeitet als Immobilienmaklerin, ist nicht auf der spirituellen Suche, und doch geschieht, was weder Psychotherapeuten noch Mystiker erklären können: das spirituelle Erwachen. Zu „dieser Sache“ stellt die Journalistin Laurence Vidal der erwachten Yolande die folgenden Fragen
Das Meditieren klappt nur dann, wenn wir nicht zu meditieren versuchen und auch nichts zu verstehen versuchen. In diesem Sinne ist das Meditieren die einfachste und natürlichste Sache der Welt.
Meditation ist keine Technik; alle Techniken dienen lediglich der Vorbereitung zu einem Zustand, der zur ureigenen Natur des Menschen gehört. In der Meditation finden sich die grundsätzlichen Lehren und Einstellungen, die das Wesentliche aller bekannten Religionen, Philosophien und Disziplinen formen, entspringt sie doch deren gemeinsamer Ur-Quelle.
Woher komme ich? Wohin gehe ich nach diesem Leben? Und überhaupt, wer bin ich? Shahabuddin David Less, langjähriger Meditationslehrer im Sufi Orden, skizziert das Panorama der Seele von vor der Geburt bis über den Tod hinaus.
Das Thema Psychotherapie und Spiritualität hat gerade in den letzten Jahren große Beachtung gefunden, nicht zuletzt deswegen, weil bei vielen PsychotherapeutInnen selbst der Wunsch nach Sinnfindung, Tiefe und Transzendenz verstärkt auftritt. Sylvester Walch geht der Frage nach, wie Gotteserfahrungen in der psychotherapeutischen Praxis berücksichtigt und integriert werden können.
Wie sich einst Martha über ihre Schwester Maria beklagte, so beklagen sich bis heute die nach außen lebenden Aktiven über die nach innen gewandten Kontemplativen. Diese Klage wird aus verständlichen Gründen geführt. Wie lautete Jesu Schiedsspruch?
Zu keiner Zeit gab es so viele unterschiedliche Varianten des Zusammenlebens wie heutzutage. Die Bandbreite der Angebote reicht von der Kommune über Wohngemeinschaften, Beginenhöfe, Klosterund Ordensgemeinschaften bis hin zu Ökodörfern. Allen gemeinsam ist, eine Alternative zur klassischen Lebensform in der Kleinfamilie zu sein. Wir stellen einige dieser Lebensmodelle vor.
Älter zu werden bringt neben den offensichtlichen Einschränkungen auch große Chancen mit sich. Nach Jahrzehnten der Berufstätigkeit und Arbeit für die Familie haben Senioren die Freiheit, dem Leben auf neue Weise Sinn, Schönheit und spirituelle Tiefe zu verleihen. Die Benediktinerin Joan Chittister, selbst 78 Jahre alt, beschreibt sieben Aspekte dieser kreativen Aufgabe.
Die menschliche Seele wurde in die Welt gesandt, um das Schauspiel des Lebens zu betrachten. Doch sie verlor sich so sehr darin, dass sie ihre wahre Heimat vergaß. Um dorthin zurück zu finden, muss sie sich wieder auf ihren Ursprung besinnen.
Menschen mit mystischer Erfahrung erkennen in Nahtod-Berichten Wohlbekanntes wieder: Sie können dergleichen täglich erleben. Lichtvisionen in personaler, menschlicher Form kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.
In seinem aktuellen Buch macht der bekannte Zen-Lehrer, Coach und Mitbegründer der Meister-Eckhart- Gesellschaft aus 33 Aussagen des Mystikers „33 Tore zum guten Leben“. VISIONEN öffnet zwei davon
Wer Eugen Staub begegnet, trifft auf ein „Sonntagskind“ – sagt er selbst. Leuchtende blau-grüne Augen, ein offener Blick, herzliches Willkommen, ein Mann mit Engagement und Begeisterungskraft. Doch Eugen Staub ist nicht alles in den Schoß gefallen. Um die 40 erwischt auch ihn die Sinnfrage. Alles ist gelungen: die Partnerschaft, seine drei Kinder, Erfolg im Beruf, ein vorzeigbares Heim, sieben Marathons absolviert, Freunde, was man zu einem guten Leben braucht. Dahinein dann doch die Frage: War’s das? Erschöpft vom Laufen – nicht grade im Hamsterrad, aber doch auf dem Laufband des Erreichenwollens. „Ich hatte eine tiefgreifende Sehnsucht nach ich weiß nicht was“, erzählt Staub.
Was ist wohl unbegreiflicher als die Liebe? Überall schwingt sie mit, bestimmt den Grundton des Daseins. Was erwarten wir von einer erfüllten Beziehung? Oder gehört wahre Liebe in den Bereich von Religion und Spiritualität?
Nur die Liebe vermag uns die Größe zu geben, mit der wir uns selbst und andere aus den Verstrickungen des Lebens herauslösen können. Doch braucht sie Zeit und bewusste Pflege, damit sie sich zur Blüte entwickeln kann.
Die Reise zu Gott geht durch das Herz, und es ist ratsam, sich dafür einem kundigen Reisebegleiter oder spirituellen Lehrer anzuschließen. Deepa Patel vom Internationalen Sufi Orden beschreibt aus eigener Erfahrung, wie sich die spirituelle Schüler/ Lehrer-Beziehung auf dieser Reise entwickeln kann.
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