Gelebte Spiritualität

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – die spirituelle Praxis ist keine Weltflucht, sondern wird im Alltag erprobt und bestätigt. Erfahrene geistige Lehrer und Praktizierende schreiben über bewährte Wege und Methoden zur Klärung und Entfaltung des Bewusstseins.

„Auf dem spirituellen Pfad ist es unverzichtbar, regelmäßig zu meditieren. Hütet euch aber davor zu glauben: Nur viel hilft viel. Jede einzelne Minute, die ihr in Meditation seid, ist ein großer Segen und in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.“
In seinem aufwändig gestalteten und in die Tiefe gehenden aktuellen „Yoga-Buch vom Leben und vom Sterben“ bereitet uns der bekannte Yoga-Lehrer Satya Singh auf unseren Tod und das Jenseits vor. Dazu gehört die Erkenntnis unserer selbstgewählten Aufgaben und Vorhaben für das gegenwärtige Leben.
Die meisten Menschen verdrängen die Gefühle von Angst, die mit der Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben, dem eigenen oder dem uns naher Menschen, verbunden sind. Und verpassen damit die große Chance, durch diese Begegnung eine tiefe innere Wahrheit und einen Schatz zu entdecken, der unter der Angst und der Begrenztheit unseres physischen Lebens liegt: Stille, Leere, Freude und Aufwachen.
Was bedeutet die christliche Botschaft der Auferstehung, wofür stehen die Erfahrungen von Licht und die Begegnung mit Verstorbenen? Willy Peter Müller teilt seine Recherchen und Überlegungen mit.
Sheikh Hassan Dyck ist Vertreter des Naqshbandi-Sufiordens, dessen letzter Großmeister Maulana Sheikh Muhammed Nazim Adil al-Haqqani auf Zypern lebte und im Mai 2014 dort verstarb. Diese Linie des Naqshbandi-Sufiordens führt wie eine Kette in der vierzigsten Folge auf den Propheten Mohammed, den Gründer des Islams, zurück. Die Sufis gehen einen mystischen Weg des Islams, der aus dem Inneren heraus, dem Weg des Herzens folgend, dem Pfad der göttlichen Liebe, gelebt wird.
Der menschliche Körper ist allein schon als physisches Phänomen ein wahres Wunderwerk der Schöpfung. Noch Wunder-voller ist die Aura, das feinstoffliche Energie- und Informationsfeld, das diesem zugrunde liegt. Aurélienne Dauguet erläutert in ihrem Beitrag die Gesetzmäßigkeiten der Aura und den praktischen Nutzen des Aura-Lesens.
VORGESTELLT. Sri Aurobindo (1872-1950), hier im Gespräch mit Vertrauten, war einer der großen spirituellen Lehrer und ost-westlichen Brückenbauer des 20. Jahrhunderts. Sein „Integraler Yoga“ zielte auf die Herabkunft des Göttlichen in die irdische Inkarnation.
Wie oft kommt es vor, dass zwei oder mehrere Menschen vom gleichen Sachverhalt sprechen und doch aneinander vorbei reden! Warum? Was kommuniziert in uns, mit wem und wie? Was sind die wahren Gründe für Missverständnisse, wie entstehen sie und wie können wir sie überwinden?
Wir gebrauchen Worte, ohne ihre Bedeutung zu ergründen. «Philosophie» bedeutet «Liebe zu Gott», nicht schlussfolgerndes Denken. Ein Philosoph ist jemand, der Gott liebt. Daher sollten alle Philosophen sein.“
Im Dhammapada findet sich ein Wort, das meist mit „Steh auf!“ oder „Erwache!“ übersetzt wird. Im spirituellen Sinn bedeutet es jedoch, sich durch Selbst-Analyse über das Körperbewusstsein zu erheben und sich als unsterbliche Seele zu erkennen.
Der Worte werden heute so viel gewechselt wie noch nie zuvor. Doch nur Botschaften, die auf eigener Anschauung und Erkenntnis beruhen, erreichen das Herz des Empfängers. „Seht also erst und sprecht dann.“ (Sant Kirpal Singh )
Jede Subkultur hat ihre eigene Sprache. Sie ist Ausdruck und Funktion dessen, was vermittelt werden soll. In der Satsang- und Advaita-Szene gibt es interessante neue Ausdrucksweisen, die allerdings auch zu abstrakten Worthülsen ausarten können.
Wie kommt das jüngste Gericht zu seinem Namen? Wie läuft es im Einzelnen ab? Wer richtet wen und wie? Schlüsselwörter zum Thema enthüllen tiefer gehende Zusammenhänge.
Uns besser, größer, einflussreicher und somit auch machtvoller darzustellen, als wir in Wirklichkeit sind, liegt in der Natur des Menschen. Bedingt durch den Trend der medialen Selbstinszenierung, die vorherrschende Sozialisierung und einen weltzugewandten Geist erfährt das Thema der perfekten Eigendarstellung gerade Hochkonjunktur. Auf diese Gesinnung trifft man im Beruf, im Sport, in der Politik, in esoterischen, aber auch in geistlichen Kreisen.
Nicht nur Shakespeare, sondern auch viele bedeutende spirituelle Meister haben das Leben mit einem Theaterstück verglichen. Das Bild kann helfen, weniger mit sich als Person identifiziert zu sein. Leon d’Avigdor setzt die Methode des Rituellen Theaters in Beziehung zur Advaita-Lehre.
Im Mittelpunkt vieler Erkenntnis-Geschichten stehen naturgemäß Fragestellungen: von Schülern, die noch zu lernen haben; von Lehrern, um ihnen ihre Schwachpunkte zu spiegeln, wie auch von Leuten, die längst zu wissen glauben, was Sache ist...
jEin Leben im Überfluss kostet uns nur Geld, Zeit und Kraft und trägt nichts zu unserem Wohlergehen bei. Ein einfacher Lebensstil dagegen beschert uns einen mühelosen Alltag, ein sorgenfreies Gemüt und Raum für spirituelle Selbstverwirklichung.
„Jeder Mensch wird für den Himmel geboren und dort aufgenommen, wenn er in der Welt den Himmel in sich aufnimmt. Gott steht vor der Tür deines Herzens und wartet, dass du ihm auftust. Die himmlischen Meister lehren dich die nötige Verinnerlichung.“
Es gibt so erschreckend viel Unrecht in der Welt. Warum? Und warum lässt Gott das zu? Eine alte jüdische Legende bietet eine ermutigende Perspektive.
Auf sein Gewissen zu hören und entsprechend zu handeln, hat immer seinen Preis. Aber es gibt immer wieder Menschen wie Noor-un-Nisa Inayat Khan, die in puncto Wahrhaftigkeit und Mut ein glaubwürdiges Vorbild geben.
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