MUTTER MEISTER

MUTTER MEISTER

Nimmermüder Schülerschutz – meisterhaft geschildert

Der Meister sorgt für den Schüler wie eine Mutter für ihr Kind. Kein Schülerkind kann den Segen ermessen, den es dabei empfängt. Warum nicht einmal den Muttertag zum spirituellen Anlass nehmen und „Mutter Meister“ für diese nimmermüde Fürsorge danken?

VORGESTELLT.Sant Kirpal Singh (1894-1974) lehrte ab 1948 den Pfad des inneren Lichts und Klangs.

WIE EINE MUTTER. Der Meister gewährt denen, die ihm nachfolgen, Hilfe und Schutz – genau wie eine Mutter, die sich um das Wohl ihres Kindes kümmert. Sie wäscht seinen Körper, der voller Schmutz ist. Sie gibt ihm zu essen und achtet darauf, dass es weder unter Kälte noch unter Hitze zu leiden hat. Sie opfert ihre eigene Bequemlichkeit, um es aufzuziehen. Und doch weiß das Kind nicht, was die Mutter für es tut. Schon während der Schwangerschaft achtet sie darauf, dass ihm nichts zustößt.

Ähnlich umsorgt der Meister die Schüler, die er unter seine Obhut nimmt. Wie eine Mutter alle Bequemlichkeit für ihr Kind opfert, so opfert er alles für seine Kinder. Der Schüler lässt sich gar nicht träumen, wie viel der Meister für ihn tut – doch der Meister zeigt es nicht. Er sorgt immer und auf jede Weise für seine Kinder, innen wie außen – für ihr Wohlergehen, ihre Nahrung und ihre Entwicklung. Sie erhalten jede Hilfe. Selbst wenn das Kind größer wird und ungezogen ist, lässt es der Meister nicht verhungern.

MEHR ALS EINE MUTTER. Der vollkommene Meister ist nicht der Körper. Er ist die personifizierte Gotteskraft: das Wort, das Fleisch geworden ist. Er ist überall. Ein wahrer Schüler wird die strahlende Gestalt des Meisters daher in seinem Innern sehen, die ihn auf den höheren spirituellen Ebenen leiten wird.

Wir müssen uns nur nach innen wenden. Dann erkennen wir, was er für uns tut. Doch selbst wenn wir nicht nach innen gehen können, sorgt er für uns.

Er erfüllt uns mit seinem eigenen spirituellen Leben und Denken: Wenn wir Kinder liebevoll an ihn denken, so ist es doch der Meister, der uns zuerst liebt und zuerst an uns denkt. Wenn wir an ihn denken, denkt er auch an uns – aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele. Durch unsere Meditationsübungen entwickeln wir nur die Liebe zu ihm, die schon in uns ist – durch seine Gnade, denn unsere Liebe ist nur die Erwiderung auf die Seine.

Sogar um die Auswirkungen früherer Handlungen kümmert er sich: ein Nadelstich für den Galgen – so groß sind seine Zugeständnisse. Wenn irgendetwas zur Begleichung auf uns zukommt, sagt er: „Gut, ich kümmere mich darum.“

So wird der Schüler von dem Tag an, an dem er zu Füßen des Meisters gelangt, all seine karmischen Handlungen bestmöglich begleichen. Dann braucht er nicht in die Hölle zu gehen. Das ist gar nicht möglich. Es kann höchstens sein, dass er als Mensch auf die Welt zurückkommen wird, weil die spirituelle Saat, die in ihn gesät hat, auf jeden Fall aufgehen muss, und das kann sie nur in einem menschlichen Körper. Auf eine niedrigere Schöpfungsstufe muss der Schüler aber nicht zurück.

MUTTERLIEBE OHNE GRENZEN. Weltliche Menschen bleiben nur so lange bei uns, wie es ihren Zwecken dient. Wenn sie ihr Ziel erreicht haben, verlassen sie uns. Geraten wir in Not, sind wir krank und mittellos geworden, lassen sie uns womöglich im Stich. Nur der Meister verlässt uns nicht.

Auch wenn der Schüler falsche Wege geht, hört der Meister nicht auf, für ihn zu sorgen, genau wie der verlorene Sohn nie vom Vater vergessen wurde. Der Schüler mag den Meister verlassen, doch der Meister verlässt ihn niemals, nicht einmal in der Stunde seines Todes. Sogar an diesem Tag geht er mit ihm und geleitet ihn sogar im Jenseits weiter. Auch wenn ihr jetzt schon lernt, in der Meditation den Körper zu verlassen und ins Jenseits zu gehen, ist er bei euch. Er weicht nicht von eurer Seele, bis er sie zu Füßen des Allerhöchsten gebracht hat.

MUTTER SEI DANK! Ihr seht also, welch großer Segen es ist, zu den Füßen eines lebenden Meisters zu gelangen – zu Gott in ihm natürlich. Dieser reiche Segen wird jedem zuteil, der zu ihm kommt.

Und was ist angesichts dieser Segnungen eure Pflicht? Ihr braucht Gott nur für den bereits vorhandenen Segen zu danken. Haltet außerdem an dem fest, was „Mutter Meister“ sagt. Wenn ihr im Boot des Fährmanns sitzt, dann bleibt darin sitzen und springt nicht unterwegs hinaus. Dann werdet ihr sicher zum anderen Ufer übergesetzt. Und selbst wenn ihr hinausfallt, wird alles getan, um euch vor dem Ertrinken zu retten. Wie begünstigt ihr doch seid!

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