Soami Divyanand
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Soami Divyanand, Autor

Soami Divyanand, geboren 1932, lehrt seit über drei Jahrzehnten den Yoga der Seele, den Weg des inneren Lichts und Klangs. Er hat zahlreiche Bücher verfasst und eine vollständige Vedenübersetzung erstellt. Darüber hinaus setzt er sich für die interreligiöse Verständigung ein.


Artikel des Autors


Der spirituelle Pfad wird oft mit Worten erläutert, die widersprüchlich scheinen, zum Beispiel als leicht und als schwer. Bei näherem Hinsehen erweisen sich diese Gegensätze aber als gleichermaßen gültige Beschreibungen aus verschiedenen Blickwinkeln
Menschen mit mystischer Erfahrung erkennen in Nahtod-Berichten Wohlbekanntes wieder: Sie können dergleichen täglich erleben. Lichtvisionen in personaler, menschlicher Form kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.
Nahtod-Berichte haben für Menschen mit mystischen Erfahrungen nichts Ungewöhnliches: Sie erfahren dergleichen ohne Gefahr für Leib und Leben jeden Tag – auch Begegnungen mit Lichtwesen, wie sie ihrerseits in den heiligen Schriften bezeugt sind.
Gottliebende Menschen zeichnen sich durch vier Wesensmerkmale aus: Sie erfahren Gott in sich, nehmen alles im Leben als seinen Willen an, haben Freude am selbstlosen Dienen und lassen sich bei allem, was sie tun, von Gottes Führung leiten.
„Wie verhalten sich Menschen, die einem spirituellen Weg folgen, in ihrer Beziehung zu Gott? Wie zeigt sich die Liebe zu Gott in ihrem Leben? Von welcher Warte aus betrachten sie die Welt? Und von welcher Grundidee lassen sie sich leiten?“
Helfenwollen ist eine gute Sache. Wir sollten aber unsere Grenzen kennen. Sonst tun wir des Guten unter Umständen zuviel. An welchen Leitlinien können wir uns orientieren, damit unsere Hilfe angemessen und wirklich hilfreich ist?
Wir können anderen Menschen nur im Rahmen unseres gemeinsamen Schicksals helfen, oder anders gesagt: wie es dem Willen Gottes entspricht. Doch woran erkennen wir, was sein Wille ist, und wie wissen wir, ob wir nicht doch etwas daran ändern können?
Der Bindungsgrad zwischen Familienangehörigen hängt von ihrem gemeinsamen Schicksalskarma ab. Um es ohne leidvolle Folgen restlos auszugleichen, ist es notwendig, das jeweils nötige Maß an Zuneigung und Fürsorge zu erkennen und zu beachten.
„Ist Religion der Weg zum Weltfrieden?“, fragen sich viele Menschen angesichts von immer mehr Gewalt. Die Antwort lautet: Ja – sofern wir Gott in uns anbeten. So kann sein Schutz, vom Einzelnen ausgehend, auf die ganze Welt ausstrahlen.
„Ist Religion der Weg zum Weltfrieden?“, fragen sich viele Menschen angesichts von immer mehr Gewalt. Frieden beginnt beim Einzelnen – indem er Gott in sich anbetet. Dann erfährt er ab dem ersten Schritt auf dem inneren Weg Gottes rettenden Schutz.
„Kann uns die Religion den Frieden bringen?“, fragen sich heute viele Menschen angesichts von immer mehr Krieg, Gewalt und Hass. Die Antwort lautet: Ja – sofern wir unsere Prioritäten neu bestimmen und den Weg der Religion selbst praktizieren.
„Erfolg ist Erfüllung – ein Zustand, in dem uns nichts mehr fehlt. Das ist etwas Anderes, als in einer Hinsicht Erfolg zu haben und dann immer höher hinaus zu wollen oder das Bestreben zu entwickeln, sich auf immer neuen Gebieten zu beweisen.“
Auf dem spirituellen Pfad können wir Einblicke in vergangene, gegenwärtige und zukünftige Faktoren gewinnen, die unser Leben bestimmen. Dies geschieht jedoch immer nur so weit, wie es unserem spirituellen Fortschritt dienlich ist.
„Mit was für einem Leib werden die Toten erweckt?“ Mit dem physischen oder einem geistigen? „Auferweckt wird ein geistiger Leib“ (Vgl. 1 Kor 15,35; 44)– jedoch kein irgendwie verklärter „Ätherleib“, sondern die der Seele eigene Bewusstheit.
„Als Wort Gottes dient die Bibel der Unterweisung in die geistige Gottesverehrung (vgl. Jh 4,24). Die zentralen Ereignisse des Evangeliums beschreiben daher spirituelle Erfahrungen. Das gilt auch für Christi so genannte Himmelfahrt.“
„Die Bibel kennt nur eine Auferstehung der Seele, bedient sich jedoch häufig materieller Begriffe, um diesen Sachverhalt zu schildern. Auch dort, wo von ‚Fleisch und Bein‘ die Rede ist, geht es letztlich um spirituelle Vorgänge.“
Erhofft sich ein Schüler von seinem Meister weltlichen Gewinn, bleibt ihm dessen wahre Funktion verschlossen. Der Meister ist nicht dazu da, uns materielle Wünsche zu erfüllen. Doch werden uns mit wachsendem Vertrauen „alle Dinge dazu gegeben“.
Das Ende des Maya-Kalenders verbanden viele Menschen mit dem Ende der Welt. Kehrt Christus, wenn es dereinst kommt, zum jüngstenGericht wieder? Der spirituelle Bibelcode spricht eine andere Sprache.
Markante zeitliche Wendepunkte, wie das nahende Auslaufen des Maya-Zeitzyklus, werden gerne mit dem Weltuntergang gleichgesetzt. Laut göttlicher Offenbarung besteht diese Schöpfung noch sehr lange fort. Doch wie geht sie eines fernen Tages zu Ende?
„Die Menschheit ist nicht das erste Mal in einer so bedrohlichen Lage wie jetzt. Und doch wurde dabei nie die ganze Erde zerstört. Damals wie heute lässt Gott nicht zu, dass der Mensch seine eigene Lebensgrundlage vollständig zerstört.“
Die Bergpredigt ist nach dem gleichen Prinzip aufgebaut wie der Achtfältige Yoga-Pfad des Patanjali: Beide Wege beschreiben nicht nur einen ethischen Tugendkodex, sondern auch die spirituellen Mittel zu seiner Verwirklichung.
Nach christlicher Lehrmeinung war Jesu Opfertod notwendig, um den Menschen ihre Sünden zu vergeben. Das Evangelium zeigt jedoch, dass er schon lange vor der Kreuzigung den Menschen ihre Sünden vergab. Hier stimmt ganz offensichtlich etwas nicht...
Wie geht es dem berufenen Nachfolger eines Meisters, wenn sein Lehrer den Erdenplan für immer verlässt? „Anders als allen anderen Schülern bleibt ihm der Trost versagt, Gott in Gestalt des neuen Meisters wieder als Mensch vor sich zu sehen.“
Wenn ein vollendeter Meister die Welt verlässt, kommt es immer wieder zu Unklarheiten über seinen Nachfolger. Wer ist der neue Meister? Wie findet man ihn? Wie geht es unter seiner Führung für die „alten“ Schüler weiter?
Am 24. Juni, zeitlich genau „gegenüber“ von Heiligabend, ist Johannistag, das Fest Johannes des Täufers. War er wirklich nur der Vorläufer Jesu – oder auch in spiritueller Hinsicht sein genaues, gleichwertiges Gegenüber?
Gute Arbeit leisten ohne Leistungsdenken, ohne Streben nach Erfolg oder großes Interesse an der Sache – geht das überhaupt? Ja, wenn das Tätigsein einer vertrauensvollen und gleichmütigen spirituellen Geisteshaltung entspringt
Wir kennen aus der Geschichte berühmte Beispiele für die ergebene Gelassenheit, mit der gottverwirklichte Menschheitslehrer wie Jesus dem Tod ins Auge sahen. Ihr übermenschliches Verhalten offenbart uns tiefe Einblicke in ihre göttliche Natur.
„Sein Kreuz auf sich zu nehmen“ heißt nicht, sich fatalistisch mit dem irdischen Leiden abzufinden oder es gar märtyrerhaft zu suchen, sondern ist eine Aufforderung, sich klar für den Weg zu entscheiden, der allem Leiden ein Ende setzt.
„Wer suchet, der findet.“ Gilt das auch für die Suche nach einem Meister? Die einen suchen und finden, andere suchen nicht und werden doch gefunden. Wie ist das zu erklären?
„Wo es um die höchste Wahrheit geht – Gott und unsere Seele –, sollte der gleiche Maßstab der Überprüfbarkeit gelten wie in der Wissenschaft. Auch Jesus hielt seine Zuhörer an, seine Worte im Licht der eigenen Erfahrung zu bezeugen.“ (Soami Divyanand )
„Die Sprache der heiligen Schriften ist eine Art Geheimcode. Der Schlüssel dazu ist die eigene mystische Erfahrung. Deutungsversuche auf anderer Grundlage gehen naturgemäß fehl. Ein Beispiel dafür ist die Lehre von der Jungfräulichkeit Mariens.“ (Soami Divyanand)
„Geld spielt in der wahren Spiritualität nur eine sehr geringe Rolle. Aber die Art und Weise, wie jemand mit Geld umgeht, kann ein wichtiger Hinweis darauf sein, wie aufrichtig er nach Gott strebt.“ (Soami Divyanand)
Nach der Erlösung muss die Seele nicht wieder in die Welt zurück. Doch was passiert danach mit ihr? Kommt sie in den Himmel oder „nur“ in paradiesische höhere Welten, womöglich nach Religionen getrennt? Verschmilzt sie ganz mit Gott? Oder lebt sie „nur“ in seiner Gegenwart? Viele Fragezeichen – ein Sammelpunkt...
War Jesus schon vor 2000 Jahren ein „neuer“ Mann? Die Zeitgeist-Bilder, die von ihm entworfen werden, sollen ihn für unsere Weltsicht neu erschließen. Doch halten sie auch spiritueller Durchleuchtung Stand?
Jesus verhieß den Menschen das Gottesreich. Viele Menschen verknüpfen es heute mit der Jahreszahl 2012. Doch ist es tatsächlich eine Zukunftsvision?
Jesus sagte zu Beginn seines Wirkens, das Gottesreich sei „nah“. Die Christen erwarten es aber erst am Ende der Zeit, viele Menschen schon für 2012. Woher rührt diese zeitliche Verschiebung?
In welche Richtung tendiert der Klimawandel, unser Wirtschaftssystem und die terroristische Bedrohung? Zum Pessimismus besteht auf jeden Fall kein Grund, erklä...
Das weihnachtliche Friedensfest gilt Christen als Vorgeschmack auf das ewige Friedensreich nach Christi Wiederkehr am Ende der Zeit. Kommt dieses Paradies schon 2012?
„Wartet nicht auf das Goldene Zeitalter, sondern nutzt die goldene Gelegenheit, die sich euch jetzt schon bietet.“
„Das Ziel des spirituellen Pfades ist immer die Gott-Erkenntnis. Seine Grundlagen ändern sich nicht, können aber von den einzelnen Meistern auf unterschiedliche Art vermittelt werden.“
„Meister wirken nicht mit Absicht Wunder – ihr Wirken ist nur solcher Art, dass es wie ein Wunder wirkt.“
Jesus verspricht seinen Jünger vor der Kreuzigung: „ Der Vater wird euch einen anderen Tröster senden. Er wird euch genauso lehren wie ich“ (vgl. Jh 9,5; 14,26). Wer war dieser geheimnisvolle „Tröster“, von dem die Kirche offenbar nichts weiß?
Jesus sagt seinen Jüngern früh, dass er nicht lange unter ihnen weilen wird: Der „Tröster“ werde „bald“ seine Nachfolge übernehmen. Meint er hier sich selbst in einer neuen Inkarnation? Auch Johannes der Täufer galt vielen schließlich als der wiedergekehrte Elia. Gilt diese Art der Wiederkehr auch für Jesus?
Jesus lehrte wie andere spirituelle Meister vor und nach ihm den inneren Erlösungsweg der Seele zu Gott. Auf diesem Weg spielt die Zahl 4 eine zentrale Rolle.
Jesus lehrte wie alle Gottesboten vor und nach ihm das karmische Gesetz und den unerbittlichen Kreislauf der Reinkarnation. Doch er lehrte auch den Ausweg daraus. Genau das war sein Erlösungswerk, nicht sein stellvertretender Sühnetod am Kreuz.
Das von Paulus begründete Christentum kennt keinen Karma-Gedanken. Stimmt diese Doktrin mit der spirituellen Lehre Jesu überein? Altes und Neues Testament geben jedenfalls deutliche Hinweise auf das Prinzip des gerechten Ausgleichs.
Die von Paulus begründete christliche Lehre kennt keine Wiedergeburt. Entspricht diese Doktrin aber auch der Lehre Jesu? Und wenn nicht, wie konnte sie dann entstehen?
Die meisten Eltern denken sehr viel über Erziehungsfragen nach: Welche Art von Ausbildung, Förderung, Freizeitgestaltung, Umgang usw. ist für meine Kinder am besten? Spirituelle Erziehung beruht jedoch auf dem einfachen Grundsatz: Machen Sie sich keine großen Sorgen und vertrauen Sie Ihrer eigenen inneren Führung.
„Ehen werden im Himmel geschlossen“, sagt man. Aber was bedeutet das? Gibt es für jeden Menschen den passenden Seelenpartner? Und falls ja, wie kommt man mit ihm zusammen? Und wie fühlt es sich an, mit Mr. oder Mrs. Right verheiratet zu sein?
Schenken wir im täglichen Leben uns selbst und anderen stets „reinen Wein“ ein, erwachsen uns daraus viele Vorteile. Oft fürchten wir genau das Gegenteil: uns damit in Schwierigkeiten zu bringen. Doch dieser Eindruck täuscht: „Die Wahrheit sorgt für ihre Kinder“ und lässt uns im Ernstfall nicht im Stich.
Viele Heilige wie Sankt Martin (11. November) oder Nikolaus (6. Dezember) verehren wir vor allem wegen ihrer Wohltätigkeit. Gutes-Tun allein kann aber auch das Ego stärken, und was gut gemeint ist, schadet oft mehr, als es nützt. Erst die gleichzeitig geübte Meditation führt zu der nötigen Unterscheidungskraft und Selbstlosigkeit, um solche Fallstricke zu vermeiden.
Spiritualität als die Wieder-Verbindung (re-ligio) der Seele mit Gott ist ein innerer Erfahrungsweg. Doch dieser Weg hat viele Ausdrucksformen, aus denen sich immer wieder neue äußere Kultformen und organisierte Religionen entwickelten. Im Kern sind diese Religionen jedoch alle eins. Davon kann sich jeder spirituelle Sucher durch eigene Anschauung überzeugen.
Der selbst ernannte „Apostel“ Paulus war nie ein Schüler Jesu oder gar Mitglied des inneren Jüngerkreises. Wie schaffte er es als krasser Außenseiter trotzdem, zum Gründer des Christentums zu werden? So lautet die abschließende Frage unserer spirituellen Spurensuche zum Paulus-Jahr 2009. .
Trotz seines Beina¬mens „Apostel“ war Paulus kein direkter Jünger Jesu. Von Rechts wegen hät¬te die Nachfolge Christi also auf ein Mitglied des inneren Jüngerkreises übergehen müssen. Wie schaffte es Paulus trotzdem, zum Gründer eines „neuen christlichen Weges“ (vgl. Apg 18,25) werden? Diese Frage erkunden wir im vorletz-ten Teil unserer Spurensuche zum Paulus-Jahr 2009. .
Nicht Jesus begründete das Christentum, sondern Paulus. Seine Botschaft vom Erlösungstod Christi wurde zum Kern der neuen Religion. Wie schaffte es der selbst ernannte „Apostel“, Jesu Weg der direkten Gotteserfahrung zum blinden Glauben umzumünzen? So lautet die zweite Frage auf der spirituellen Spurensuche zum Paulus-Jahr 2009.
Der eigentliche Begründer des Christentums ist nicht Jesus, sondern Paulus von Tarsus (gest. nach 60 n.Chr.). Seine Botschaft vom Erlösungstod Christi wurde zum Kern der neuen Religion. Wie schaffte es der selbst ernannte „Apostel“, Jesu „Weg der Wahrheit und des Lebens“ in einen Weg des Glaubens und Leidens umzumünzen? Eine spirituelle Spurensuche zum Paulus-Jahr 2009.
„Eigentlich sollte ich mehr meditieren... Aber im Alltag komme ich einfach nicht dazu… Dann eben später – am Wochenende, im Urlaub oder wenn ich in Rente bin und endlich mehr Zeit hab’…“ Wenn spirituelle Schüler solche Gedanken wälzen, hat das immer einen bestimmten Grund…
Hat Jesus je gelacht und sich mit anderen gefreut? In Umberto Ecos „Name der Rose“ führt diese scheinbar gotteslästerliche Frage sogar zu einem Mord. Das österliche Freudenfest, das wir nach der Fastenzeit zu seinen Ehren feiern, ist eine gute Gelegenheit, das Bild vom entrückten, stets ernsten Leidensmann gerade zu rücken.
„Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich. Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hinein gelangen“ (vgl. Lk 18,16- 17). In diesem bekannten Bibelwort hebt Jesus beispielhaft die innere Reinheit und Offenheit hervor, die uns beim Erwachsenenwerden nur allzu oft verloren gehen. Doch diese Eigenschaften lassen sich wiedergewinnen.
Unser Denken hat die Neigung, alles nach äußeren Kriterien zu beurteilen, und zieht daher alles in Zweifel, was diesen begrenzten Maßstäben nicht entspricht. Die Folge: Unsere spirituelle Entwicklung stockt oder kommt erst gar nicht in Gang. Dazu gibt es eine aufschlussreiche Geschichte.
Die Menschheit hat sich im Laufe einer langen Evolution von einer primitiven zu einer hohen Stufe der Zivilisation entwickelt und dabei ihr Wissen stetig erweitert. Auf den Bereich des religiösen und spirituellen Wissens lässt sich dieses Fortschritts- Modell jedoch nicht übertragen.
Im Laufe unseres spirituellen Übungsweges denken wir manchmal: „Jetzt meditiere ich schon so lange – da müsste ich doch längst bestimmte Erfahrungen oder höhere Fähigkeiten haben!“ Bekämen wir das Erhoffte jedoch vor der Zeit, würde es uns nicht bekommen…
Alle Jahre wieder glauben Fachleute, den Stern, der die Weisen aus dem Morgenland zu Jesus führte, auch astronomisch dingfest machen zu können. Doch dieser Stern war keine historisch einmalige Erscheinung, sondern leuchtet spirituellen Suchern auch heute noch auf ihrem Weg.
Nach christlicher Lehre hat sich Jesus ausdrücklich von der jüdischen Tradition und ihrem rachedurstigen, unbarmherzigen Gott losgesagt und im Auftrag Gottes mit den Menschen einen Neuen Bund im Geiste der Barmherzigkeit und Liebe begründet, der als Geburtsstunde des Christentums gilt. Bei Licht betrachtet, lässt sich dieser Anspruch aus den Evangelien jedoch nicht begründen.
Die Veden beschreiben Soma als „Zauber-Trank“ mit wunderbaren Eigenschaften, dessen Ursprung jedoch bis heute nicht geklärt ist. Ist Soma tatsächlich ein halluzinogener Pflanzensaft oder ein psychedelischer Fliegenpilzextrakt, wie vielfach vermutet? Die Wirklichkeit sieht, wie so oft, völlig anders aus...
Judentum, Christentum und Islam gelten im Unterschied zu den „mystischen“ östlichen Religionen als „prophetische“ Religionen. Betrachtet man den gemeinsamen Ursprung aller Religionen und ihren eigentlichen Sinn, ist diese Definition nicht haltbar.
„So wie der Körper täglich Speise braucht, um gesund zu bleiben, braucht auch die Seele regelmäßig Nahrung, um stark zu bleiben. Im Laufe des Pfades zurück zu Gott übernimmt das Licht Gottes die Aufgabe, die Seele täglich in den Konflikten des Lebens und in der Meditation zu stärken, bis es uns zu Gott, dem Ziel des Lebens, zurückgeführt hat.“
„Jedes Element des Menschen braucht seine spezifische Nahrung: Der Körper braucht physische Nahrung, der Intellekt nährt sich vom logischen Denken, und die Seele wird nur durch göttliche Offenbarungen gestärkt.“ Dabei kommt dem feurigen göttlichen Licht eine Schlüsselrolle als spirituelle „Grund- und Aufbaukost“ zu.
Auf dem spirituellen Pfad werden uns vielerlei Wünsche und Bedürfnisse erfüllt. Dies geschieht jedoch durchweg so, dass wir dabei auf allen Ebenen unseres Daseins auch wirklich Erfüllung finden und Wohlergehen, Zufriedenheit und Seelenruhe gewinnen – vor allem aber das feste Vertrauen, dass die göttliche Führung von sich aus immer für uns sorgt.
Um in wichtigen Lebensfragen weise Entschlüsse zu fassen, muss man kein ausgemachter Weiser sein, denn grundsätzlich hat jeder Mensch Zugang zur Quelle allen Wissens. Will man jedoch sein ganzes Leben lang daraus schöpfen, muss man sich dauerhaft mit ihrem nie versiegenden Weisheitsstrom verbinden.
„Der Yoga der Seele wird als ein Weg beschrieben, auf dem man ruhig das Leben in der Welt genießen kann und trotzdem die Erlösung findet. Es ist nicht nötig, dass man seine Lebensweise ändert – man muss lediglich sein Denken ändern und es bei allem, was man tut, auf Gott gerichtet halten. Dann wird man automatisch dazu inspiriert, nur das zu tun, was gut für einen ist. So wird jede Seele immer im Einklang mit ihren individuellen Bedürfnissen geführt. Das macht den Yoga der...
Alle unsere Handlungen hinterlassen karmische Eindrücke in uns, die sich im Laufe zahlloser Erdenleben wie ein Endlos-Mikrofilm um unsere Seele legen und sie immer mehr von ihrer göttlichen Quelle abschneiden. Erst wenn sie von diesen Eindrücken befreit und gegen neue „Ablagerungen“ immun geworden ist, findet sie wieder zu ihrem Ursprung zurück. Der Weg dorthin ist die Meditation, die zuverlässig neuen Karmas vorbeugt und alte Karmas beseitigt.
„Die Aussagen der Offenbarungsschriften sind nicht auf der Verstandesebene zu verstehen, sondern nur durch den eigenen Zugang nach innen. Lesen wir scheinbar rätselhafte oder widersprüchliche Textstellen auf der Basis eigener innerer Offenbarungen, enthüllen sie uns ihren ursprünglichen, durch falsche Überlieferung, Übersetzung und Auslegung verdeckten spirituellen Sinn.“
Religion dient vor allem dem Ziel, die Seele durch die Praxis der Meditation mit Gott zu vereinen und aus dem leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten zu befreien. Sie verhilft uns aber auch zu einem glücklichen Leben in der Welt: sie stärkt unser körperliches Wohlbefinden, schenkt uns heitere Gelassenheit und gibt uns die Gewissheit, in allen Lebenslagen geführt und beschützt zu sein.
Das innere Licht, das wir in der Meditation erfahren, schenkt uns nicht nur Freude, sondern hat auch wichtige Schutzfunktionen für unsere Seele: es hält schädliche Einflüsse von uns fern und macht uns stark und furchtlos. Dank seiner Macht fühlen wir uns „sicher wie in Abrahams Schoß“.
Spirituelle Meister führen Heilungen nur im Rahmen des von ihnen gelehrten Heilsweges aus und beachten dabei strenge Regeln. Aber auch „gewöhnliche Sterbliche“ können geistige Heilkräfte haben, die sie entweder selbstlos zur Verfügung stellen oder dazu missbrauchen können, sich Geld und Geltung zu verschaffen. Wie kann ein Heilung Suchender die Spreu vom Weizen trennen?
Viele Menschen glauben heute, dass wir uns auf Jesu Lehre zurückbesinnen sollten, um drohende globale Katastrophen abzuwenden und eine bessere Welt zu schaffen. Nach Jesu eigenen Worten ist das Reich Gottes aber nicht die Verheißung einer idealen Gesellschaft, sondern privater und rein spiritueller Natur.
In den Evangelien nehmen die Berichte über die Wundertaten Jesu großen Raum ein. War er etwa ein Magier? Wenn nicht, warum vollbrachte er dann so viele Wunder? Und wenn ja, warum distanzierte er sich dann häufig davon? Wie sind diese Wider - sprüche zu erklären?
Die Verständigung der Religionen spielt heute im kulturellen Austausch eine immer wichtigere Rolle. Das Fundament dafür sind die einzelnen heiligen Schriften, die freilich auf den ersten Blick mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zeigen. Liest man sie im Lichte ihres „mystischen Geheimcodes“, ist es aber gerade umgekehrt.
„Wenn wir nicht im Goldenen Zeitalter leben können, da unser spiritueller Entwicklungszustand zu niedrig ist, sollen wir angeblich sehr lange Zeit warten müssen, bis wir wieder diese Chance haben. Was geschieht mit denen, die jetzt, in diesem Eisernen Zeitalter leben? Was wird aus ihrem spirituellen Fortschritt?“
Rabeneltern sind ganz anders als ihr Ruf (s. Infos). Auch Gott ist kein Rabenvater, sondern hilft gerade in der Not am meisten. In der Bibel wird er daher als Adler beschrieben, der seine Flügel stets schützend über seine Jungen hält (vgl. 5 Mo 32,11).
Heiter und sorglos den Alltag „wuppen“ – wer möchte das nicht? Doch kann man mit dieser Haltung im Leben wirklich bestehen und gute Arbeit leisten? Und wie kommt man zu dieser Einstellung, wenn überall Stress und Zeitdruck herrscht?
Was tun, wenn man noch alle möglichen weltlichen Wünsche hat und sich trotzdem spirituell entwickeln will? Gibt man ihnen einfach nach, vermehren sie sich genauso, als wenn man versucht, sie ständig zu kontrollieren. Es gibt aber noch ei...
Unsere Seele ist ein bewusstes Wesen, erfüllt von göttlicher Liebe und Glückseligkeit. Warum weicht unser realer Zustand so weit von diesem Ideal ab? Weil wir den Kontakt zu Gott verloren haben. Wenn wir ihn wiedergewinnen und mit Hingabe pflegen, reißt er nie wieder ab und wird zur ständigen „Love Line“ der Seele.
„Religion darf nicht im Widerspruch zur Naturwissenschaft und zum aufgeklärten Denken stehen, sondern muss damit vereinbar sein. Sie ist eine praktische Wissenschaft, die dem Grundsatz folgt, dass jede Hypothese der experimentellen Überprüfung standhalten muss.“
Wenn Limonade auf einmal salzig schmeckt, dann nicht, weil der Zucker darin sich unversehens in Salz verwandelt hat, sondern weil nachträglich Salz hinzugefügt wurde. Ähnlich verhält es es sich mit guten Handlungen, die scheinbar schlimme Folgen haben.
Unser Schicksal können wir nicht ändern. Wenn wir aber die Grenzen anerkennen, die es uns setzt, können wir uns umso leichter auf die Entfaltungsmöglichkeiten konzentrieren, die es uns schenkt. Aus enttäuschendem Dauerfrust entsteht so heitere Gelassenheit.
Jesu entscheidende Aufforderung an die Menschen lautet: „Entfaltet eure eigene Persönlichkeit, euer inneres Selbst!“ Es gibt aber auch den Kernsatz: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ Das erste zieht auf natürliche Weise das zweite nach sich, und beides basiert auf der Liebe zwischen Gott und uns.
Die Legende von Luzifer, dem gefallenen Engel, der zum Teufel wurde, hat wie alle Legenden einen wahren Kern. Betrachtet man sie aus spiritueller Sicht, ergeben sich überraschende Erkenntnisse über ihn und sein Reich – darunter auch die Einsicht, dass sein Schicksal kein Einzelfall ist und durchaus noch Aktualitätswert besitzt.
In den organisierten Religionen gelten Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel als Stätten der Gottesverehrung. Doch der eigentliche Tempel Gottes ist der menschliche Körper, denn nur in uns selbst können wir Gott im rechten, geistigen Sinne anbeten. Diese ursprüngliche Wahrheit lässt sich auch an der Bauweise von Gotteshäusern ablesen.
Das göttliche Gesetz ist das Fundament der Schöpfung und beruht auf zwei Grundsätzen: mit dem Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit hält es die Welt in Gang und bindet die Seelen darin ein, und mit dem Prinzip der Barmherzigkeit weist es ihnen den Weg, sich wieder aus diesen irdischen Bindungen zu befreien und zu Gott zurückzukehren.
Gott hat den Menschen nicht als Sklaven geschaffen, sondern ihn mit der Freiheit ausgestattet, selbst über seine Handlungen zu bestimmen. Gleichzeitig bleibt er wie alle anderen Geschöpfe stets in Gottes Hand. So kann er zwar mancherlei Irrwege gehen, den göttlichen Plan aber nie außer Kraft setzen. Wenn er aus seinen Fehlern gelernt hat, öffnet er sich für Gottes Führung und wird zu weiserem Handeln inspiriert.
Die glücklichsten Menschen, die es je gegeben hat, waren vollkommen glücklich, weil sie frei von Freude waren. Freude ergibt sich aus der Berührung der Sinne mit der materiellen Welt. Wer Freude sucht, findet immer auch Leid. Glück ist eine Erfahrung der Seele. Es steht über dem Leid und schenkt ihr einen Frieden, der nirgendwo auf der Welt zu finden ist.
„Liebe wächst nicht auf Bäumen und man kann sie nicht im Laden kaufen“ – sie wird uns als Gottesgeschenk ins Herz gelegt. Wir müssen sie aber hegen und pflegen, um sie zur vollen Entfaltung zu bringen, damit sie uns und anderen zum Segen wird.
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