Inge Hasswani, Redaktion

Mensch, Mutter, Meditierende. Studium der Anglistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Freiburg und University of Kent at Canterbury. Seit 25 Jahren engagiert im interreligiösen Dialog, fast ebenso lange Praxis des Surat Shabd Yoga. Mitbegründerin der Zeitschrift VISIONEN.


Artikel der Autorin


Es gibt so erschreckend viel Unrecht in der Welt. Warum? Und warum lässt Gott das zu? Eine alte jüdische Legende bietet eine ermutigende Perspektive.
Älter zu werden bringt neben den offensichtlichen Einschränkungen auch große Chancen mit sich. Nach Jahrzehnten der Berufstätigkeit und Arbeit für die Familie haben Senioren die Freiheit, dem Leben auf neue Weise Sinn, Schönheit und spirituelle Tiefe zu verleihen. Die Benediktinerin Joan Chittister, selbst 78 Jahre alt, beschreibt sieben Aspekte dieser kreativen Aufgabe.
Das Ruhegebet ist ein Kernstück christlicher Spiritualität, das jahrhundertelang leider nur in christlichen Klöstern und Gemeinschaften gepflegt wurde. Dort brachte es immerhin hochkarätige Mystiker und Mystikerinnen hervor, während das Laienvolk nur liturgische Wortgebete und Fürbitten kannte. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts, nach Säkularisierung, „Gott-isttot“- Theologie und Hippie-Bewegung, begannen katholische Geistliche diese Gebetspraxis nicht nur in den Orden wiederzubeleben, sondern auch einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.
Fähigkeiten wie Hellsehen, Telepathie, Geistiges Heilen, Astralreisen, Telekinese, mediale Kontakte mit Verstorbenen gelten gemeinhin als unerklärliche, übernatürliche Psi-Phänomene. Sie erwecken vielfach die Neugier, aber ist es sinnvoll, sie selbst zu erwerben?
Wenn es bloß so einfach wäre, das Leben zu vereinfachen! Seit der Antike preisen die Weisen, Heiligen und Philosophen die Vorzüge des einfachen Lebens, haben Dichter und Literaten das Lob der Einfachheit gesungen. Und obwohl wir an dem Zuviel an Dingen, Aufgaben und Aktivitäten zu ersticken drohen, obwohl wir uns von der Komplexität des modernen Lebens überfordert fühlen, trachten die Menschen weiterhin nach dem prallen, übervollen Leben.
Narziss, Sisyphos, Odysseus, Kassandra, Ödipus – mythische Figuren und ihre Geschichten haben einen festen Platz in unserem Alltagsleben. Oder zumindest in unserer Alltagssprache, denn nicht viele von uns sind wirklich vertraut mit diesem Kulturgut. Dabei bieten die Mythen der Welt wertvolle und zeitlose Erklärungshilfen für die Strukturen und Gesetze, die dem Kosmos und dem menschlichen Leben darin zugrundeliegen.
In den Lehrgeschichten zeigt sich Spiritualität – sonst ein eher ernstes und schwerverständliches Thema – von ihrer heiteren, leichtfüßigen Seite. Und dennoch, auch wenn sie einen gewissen Unterhaltungswert haben und sie sich deshalb in aller Welt großer Beliebtheit erfreuen, sind spirituelle Lehrgeschichten weit mehr als fantastische Fabulierkunst.
Die fantastischen Möglichkeiten Computergenerierter Erlebniswelten werfen Fragen auf, die für den spirituellen Praktiker äußerst fruchtbar sind: Wo fangen Illusion und Täuschung an – und wo hören sie auf? Wie weit kann ich meiner Wahrnehmung trauen? Andere Menschen sehen ja oft im selben Geschehen etwas anderes als ich. Welche Erkenntnisse darf ich auf meine Wahrnehmung gründen? Und wie steht es überhaupt um die Wahrheit? Ist meine Wirklichkeit womöglich bereits eine Simulation?
Eine Institution, eine Organisation kann nur so gut sein wie die Menschen, die sie tragen und ausfüllen. Das gilt für Unternehmen und Konzerne genauso wie für Kirchen und religiös-spirituelle Gruppierungen. Immer sind es Menschen, die die vorgegebenen Geschäftsregeln oder Ideale umsetzen – Menschen mit unterschiedlich entwickelter moralischer und spiritueller Reife.
Es gab so viel zu tun, es ist so viel passiert. „Wo ist die Zeit bloß hin?“, wundern wir uns, wenn das Jahr, kaum begonnen, sich schon wieder dem Ende zu neigt. Im Eiltempo haben wir Monat für Monat, Tag für Tag unsere beruflichen Aufgaben erfüllt, uns um Familie und Freunde gekümmert, Termine geplant und eingehalten. Schlag auf Schlag kamen Großereignisse hinzu, die die Welt von Grund auf verändert haben. Vergeht heute im 21. Jahrhundert die Zeit schneller als früher?
Unsere Welt ist unüberschaubar und unberechenbar geworden. Die Verunsicherung durch rapide Veränderungen, Katastrophen- und Krisenmeldungen wächst und stellt uns vor die Frage: Lassen wir uns von der Angst beherrschen oder können wir unsere Angst überwinden und gestärkt aus ihr hervorgehen?
Sich ohne Eigeninteresse für das Wohl anderer einzusetzen, kommt nicht nur der Gemeinschaft zugute, sondern bereichert auch den Helfer in vielfältiger Form. Dr. A. T. Ariyaratne und die von ihm ins Leben gerufene gemeinnützige Organisation Sarvodaya Shramadana auf Sri Lanka liefern hierfür den überzeugenden Beweis.
Eine gute Bildung und Erziehung sind unerlässlich, um als vollwertiges Mitglied einer Gesellschaft zu gelten, sich in ihr wohl zu fühlen und siemitzutragen. Was ändert sich daran durch die spirituelle Schulung?
Das Wünschen hat seinem Wesen nach kein Ende, denn die Möglichkeiten im irdischen Spiel- und Lernfeld sind grenzenlos. Aber das Wünschen macht nicht glücklich – zu sehr wird uns dabei unsere Bedürftigkeit bewusst, denn der Fokus richtet sich auf die Mängel in unserem Leben. Dabei übersehen wir allzu leicht die vielen guten Dinge, die das Leben uns bereits beschert hat.
Meister Eckhart, dessen 750. Geburtstag wir derzeit begehen, gilt als der größte deutsche Mystiker. Das Mittelalter war die Blütezeit der europäischen Mystik mit einer Vielzahl von spirituellen Geistesgrößen vor und nach ihm. Aber die Faszination, die von dem Dominikanermönch Eckhart (1260-1327) ausgeht, ist besonderer Art.
Den Geist zu schulen und zu transformieren ist kein leichtes Unterfangen, aber ein lohnendes. Um Erfolg zu haben, ist es notwendig, systematisch vorzugehen und nicht nachzulassen. Das 8-Punkte-Programm von Eknath Easwaran hat unzähligen Menschen geholfen, ihre Meditationspraxis zu vertiefen und ernsthaft dabei zu bleiben.
Stress ist für unzählige Menschen fast schon ein chronischer Zustand: Ein Termin jagt den anderen, die Anforderungen in Beruf und Familie werden immer mehr, immer höher. Doch wer hat schon Zeit, um den Teufelskreis von Dauerbelastung und Ermüdung zu durchbrechen? Die freien Tage um Weihnachten und Silvester könnten eine Gelegenheit dazu bieten…
Manager sind auch nur Menschen, sie leiden oft unter der Spannung zwischen beruflichem Einsatz und ihren persönlichen, geistigen Bedürfnissen. Brigitte van Baren, Manager-Coach und Zen-Lehrerin der Sanbo-Kyodan- Schule, integriert Zen-Training in die Beratung und Schulung von Führungskräften. Ziel ist die gesunde Balance von Kopf und Bauch, Außen- und Innenwelt, Aktivität und Stille.
Welche kulturellen und psychologischen Hürden müssen Frauen nehmen, wenn sie an ihrer spirituellen Entwicklung interessiert sind? Dr. Elizabeth Debold, Psychologin und Schülerin von Andrew Cohen, beleuchtet wichtige Aspekte der spirituellen Frauenbewegung.
„Beautiful music“, kommentierte der Dalai Lama, „beautiful.“ Die sakrale Musik des Chant-Duos Deva Premal und Miten ist in der Tat erhebend und wohltuend schön. Da freuen sich Freunde des Mantra- Gesangs auf die nächste CD, die demnächst bei Prabhu Music erscheint. Oder auf ein Wiedersehen bei der Konzertreise in Mai und Juni, unter anderem beim Rainbow Spirit Festiv...
Im bayrischen Chiemgau, einer der schönsten Landschaften Deutschlands, liegt Deutschlands erste und bislang einzige Klinik für Geistiges Heilen.
„Der Schlaf nährt“, sagt der Volksmund. Denn der Körper reinigt und regeneriert sich in den Stunden der Nachtruhe. Aber was, wenn man trotz ausreichender Schlafdauer und trotz Beachtung der grundlegenden Ernährungsregeln eben nicht erholt und erfrischt aufsteht? Wenn jeder Tag aus unerklärlichen Gründen mit Kopf- oder Rückenschmerzen beginnt und man dem erstbesten Husten, der vorbeifliegt, nichts entgegenzusetzen hat?
Wünschen ist in, aber das Wünschen ist verfänglich, wenn es aus dem Ego kommt. Friedensaktivist James Twyman entdeckt mit dem „Moses-Code“, wie wahre Herzenswünsche in Erfüllung gehen.
Sicherheit, Familie und Freunde, sinnvolle Arbeit, materieller Wohlstand, Liebe, Selbstverwirklichung – was gehört sonst noch zum Erfolg? Und in welcher Reihenfolge zählen wir die Werte und Güter auf? Je nach Standpunkt und Selbstverständnis des einzelnen Menschen oder Volkes variiert die Definition von Erfolg – vor allem im Hinblick auf die Gewichtung von materiellen Gütern und geistigen Zielen. Doch im wesentlichen dreht sich das menschliche Glücks- und Erfolgsstreben in...
Schlafen Sie noch oder wach(s)en Sie schon? Befremdet Sie diese Frage? Genau das war die Methode eines kleinen Armeniers mit großem Schnurrbart und Charisma, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Seelenleben zahlreicher Wahrheitssucher aus Europa und Amerika gründlich umkrempelte.
Spiritualität jenseits der Konfessionen – Willigis Jäger zum 80. Geburtstag
Aufschieben – eigentlich tun wir es alle, die einen mehr, die anderen weniger. Die Steuererklärung, die Aussprache mit dem Vater, die Diplomarbeit, der Arztbesuch: unangenehme, langweilige oder schwierige Arbeiten anzupacken kostet nicht nur Selbstüberwindung, sondern verlangt auch eine realistische Einschätzung der Aufgabe, Selbstorganisation und Motivation.
Aufmerksam und offen, so erlebten wir den amerikanischen Therapeuten, Bewusstseinsforscher und Meditationslehrer John Selby diesen Sommer. Er war nach langjähriger Pause wieder auf Seminarund Vortragsreise in Deutschland und der Schweiz unterwegs – mit mehreren neuen Büchern im Gepäck. Partnerschaft, Beruf, Vaterschaft, Mind-Management und Business sind die aktuellen Themen, die er immer unter Verankerung in der Meditation entwickelt. Aber uns interessierte sein Buch „Befreie Jesus in dir“, weil er dort aufzeigt,...
Die Traumwelt bricht auch tags in unser Bewusstsein ein, nicht nur nachts, und beschert uns visionäre Einblicke in die Wirklichkeit. Welchen Wert haben diese Botschaften und wie können wir sie in unseren Alltag integrieren?
Was hat Eros mit Gebet zu tun? Alles, meinen die großen Liebesmystiker Dschalaleddin Rumi und Mechthild von Magdeburg, deren beider Geburtstag sich 2007 zum 800. Mal jährt. (Wir berichteten im Januar und September .) Die hingebungsvolle Liebesleidenschaft für Gott ist der „Treibstoff“ für die spirituelle Reise, weiß auch der Philosoph Christoph Quarch. In seinem neuen Buch „Die Erotik des Betens “ holt er mit Rumi und Mechthild den in der christlichen Lehre tabuisierten Eros aus der Ecke des Schmuddeligen, Sündhaften und rehabilitiert ihn als Mittler in der Beziehung zwischen Seele und Gott.
Willigis Jäger sprach mit VISIONEN über die mystische Erfahrung und ihre Bedeutung für die Zukunft der Religion.
Ein Gedanke ist ein Ding, das andere Dinge beeinflusst“, sagt die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Lynne McTaggart. Das Denken erzeugt eine inzwischen wissenschaftlich nachweisbare Energie, die man – so McTaggart – gezielt einsetzen kann, um das eigene Leben zu verbessern, anderen Menschen zu helfen oder die Welt zu verändern, in anderen Worten: die Realität zu gestalte.
Der deutsche Volksmund ist des Lobes auf die Geduld voll: Geduld überwindet alles, frisst den Teufel, ist stärker als Diamant, ist das beste Pflaster für alle Schwären, ist der Seelen Schild… Geduld meint die Fähigkeit, warten zu können, Schwierigkeiten zu ertragen und eigene Wünsche bewusst zurückzustellen. Weltweit, imOsten wie im Westen, gilt sie als wichtige menschliche Tugend und spirituelle Übung. Geshe Pema Samten, Lehrer am Tibetischen Zentrum Hamburg, erklärt die...
Die Prinzipien, nach denen das Geschehen in unserem Leben als Einzelne wie auch im Universum als Ganzes abläuft, mögen den meisten von uns schleierhaft vorkommen, sind der Menschheit jedoch von jeher zur Beachtung empfohlen worden. Tatsächlich haben Weisheitslehrer und Meister aller Epochen und Kulturen ihren Schülern die Anwendung der verborgenen Spielregeln des Lebens zugunsten ihrer persönlichen Entfaltung vermittelt. Diese im Abendland als „Hermetik“ bezeichnete Weisheit wird zwar traditionell auf den ägyptischen Gott Thot zurück geführt, der vo...
Schon in jungen Jahren durfte Barbara Schenkbier ungewöhnliche spirituelle Erfahrungen machen, die sich durch Begegnungen mit großen Lehrern und Meistern in Europa und Indien vertieften. Auf ihrem inneren Weg wurde ihr die Gabe der spirituellen Heilung geschenkt. Die Heilpraktikerin und Yogalehrerin BDY/ETY gründete 1985 das „Zentrum für Naturheilkunde und Yoga“ in Hildesheim, wo seitdem nicht nur eine Vielzahl von Menschen spirituelle Heilung erfahren hat. Sie bildet auch in dieser spirituellen Heilweise aus. Ihre Erfahrungen gibt sie seit vielen Jahren in Kursen und Seminaren über Yoga, Meditation, christliche Spiritualität, neues Bewusstsein und ganzheitliche Lebensweise weiter. Zudem hat Barbara Schenkbier mehrere Bücher über Themen der Spiritualität verfasst (siehe Buchtipps). Wir hatten Fragen zu ihrem neuesten Buch „Heilung und Neugeburt - Aufbruch in eine neue Dimension des Lebens“.
Gegen die Zersplitterung unseres Geistes durch Stress und Hektik gibt es ein Mittel: Achtsamkeit. Prof. Jon Kabat-Zinn hat die buddhistische Achtsamkeitspraxis für die Anwendung in Medizin und Gesundheitsvorsorge erschlossen.
Ende Oktober stellte A Centre for the World Religions – eine internationale Nichtregierungsorganisation mit beratendem Status bei der UNO – unter der Überschrift “A Spiritual Approach to World Peace and Disarmament” (Ein spiritueller Ansatz zu Weltfrieden und Abrüstung) eine Initiative vor, die durchaus als bahnbrechend bezeichnet werden kann. Der Vorschlag wurde UNO-Generalsekretär Kofi Annan sowie den Regierungen der UNO-Mitgliedsstaaten unterbreitet und wird laufend einer wachsenden Zahl von Friedensinitiativen weltweit als Kooperationsangebot vorgestellt.
Das Buch hat sich weltweit 50 Millionen Mal verkauft, die im Mai angelaufene Verfilmung sahen allein in Deutschland am ersten Wochenende fast 2 Millionen, in Japan standen die Leute 12 Stunden Schlange vor den Kinos. Sicher, die Werbetrommel wird immer effektiver gerührt, die Medien haben geholfen, die Proteste der Kirchen ebenso. Buch und Film werden als Thriller vermarktet. Doch die Spannung entsteht hier...
Der Mensch besteht nicht aus Fleisch und Blut allein – das physische „Fahrzeug“ des Bewusstseins wird von einer Vielzahl feinstofflicher Energiekörper begleitet. Aber die meisten Menschen sind blind für ihre Energiehüllen und kümmern sich deshalb nicht darum – mit schwerwiegenden Folgen. Unangemessene Emotionen, Gedanken und Handlungen beeinträchtigen den freien Fluss der Lebensenergie (Prana) auf allen physischen und nicht-physischen Ebenen des menschlichen Energiesystems. Verlangen, Bindungen und karmischer Ballast aus Vergangenheit und Gegenwart fügen weitere Blockaden und Verformungen hinzu. Klar, dass man mit derartigen Störungen auf Dauer nicht unbeschwert leben kann. Aber können diese Schäden im Energ...
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