GLUTENFREI ESSEN
Genussvoll und gesund
VORGESTELLT. Carine Buhmann ist Dipl. Gesundheitsberaterin für Ernährung, Food-Journalistin, leidenschaftliche Köchin und Autorin zahlreicher erfolgreicher Koch- und Ernährungsbücher. Die glutenfreie Küche zählt zu ihren Schwerpunktthemen.
IMMER MEHR BETROFFENE.
Bei immer mehr Menschen wird Zöliakie diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten, einem Klebereiweiß, das in den Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer sowie in allen daraus hergestellten Produkten enthalten ist.
Zöliakie ist keine Allergie, sondern zählt zu den Autoimmunkrankheiten; das heißt, das Immunsystem von Betroffenen reagiert auf Gluten, das sie krank macht. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Neben erblicher Veranlagung scheinen auch Umweltfaktoren, ein geschwächtes Immunsystem und Infektionen eine Rolle zu spielen.
Neuere Untersuchungen zeigen, dass Zöliakie weit häufiger verbreitet ist als bisher angenommen. Die Beschwerden können sehr vielfältig sein: Blähung, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, depressive Verstimmung, Eisenmangel und Müdigkeit sowie Gewichtsverlust gelten als typisch. Betroffene können aber auch keinerlei Krankheitssymptome aufweisen.
Da nur 10 bis 20 Prozent der Betroffenen klassische Zöliakie- Symptome aufweisen, geht man von einer hohen Dunkelziffer aus. Auf eine Person mit Zöliakie-Diagnose kommen vier Personen, die von ihrer Krankheit nichts wissen. Damit gehört Zöliakie wahrscheinlich zu den am häufigsten nicht diagnostizierten Krankheiten.
„Stille“ Gluten-Unverträglichkeit ist häufiger als gedacht. Sie kann sogar Burnout und chronische Müdigkeit auslösen.
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