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Martina Fontana
Voll auf Zucker!: Wie Sie die Sucht nach Süßem überwinden
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ZUCKER - DER SÜSSE MIT SUCHTFAKTOR

ZUCKER - DER SÜSSE MIT SUCHTFAKTOR

Im Themenschwerpunkt dieser Ausgabe geht es um Macht und Machtmissbrauch. Was hat das bitte schön mit Zucker zu tun? Sehr viel! Denn der unscheinbare Süße hat ein hohes Suchtpotential, das die Nahrungsmittelindustrie schamlos ausnutzt. Ernährungsexperten wie Josef Wahler oder Martina Fontana sprechen von einer preiswerten Droge, die den Konsumenten zum Abhängigen und den Handel zum Dealer macht. Die Hersteller wissen sehr wohl um die negativen Folgen regelmäßigen Zuckerverzehrs und erfinden zur Umsatzsteigerung und Verbraucherberuhigung lieber irreführende Werbeversprechen und fadenscheinige Zuckeralternativen, als das eigene Handeln infrage zu stellen. Aber steht der Konsument dieser Angebotsübermacht wirklich machtlos gegenüber?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie hoch Ihr täglicher Zuckerkonsum ist? Machen Sie sich spaßeshalber doch einmal eine Woche lang eine Liste von den Dingen, die Sie so über den Tag verteilt zu sich nehmen. Seien Sie ehrlich! Nun werden sicher einige von Ihnen denken, ich esse níchts oder kaum etwas Süßes. Dabei sollten Sie allerdings bedenken, dass Zucker keineswegs nur in eindeutig süßen Nahrungsmitteln enthalten ist, wie z.B. Schokolade, Kuchen oder Softdrinks. Neben Obst, Gemüse, Kräutern und Gewürzen, die von Natur aus süße Bestandteile enthalten können, findet sich Zucker auch in vermeintlich Salzigem, wie Chips, Salatsaucen, Jogurts oder Fertiggerichten.

Auf den Etiketten der verschiedenen Lebensmittel steht keineswegs immer „Zucker“ in der Zutatenliste, sondern vielmehr der Hinweis auf zuckerhaltige Zusatzstoffe, wie z. B. Fruktose (Fruchtzucker), Glukose (Traubenzucker), Laktose (Milchzucker), Maltose (Malzzucker), Melasse oder Saccharose (Rohr- und Rübenzucker). Zu den weniger bekannten künstlichen Süßstoffen, die gern bei angeblich „zuckerfreien“ Produkten eingesetzt werden, gehören: Acesulfam, Aspartam, Invertzucker, Isomalt, Maltit, Mannit, Sorbit, Xylit und Zyklamat. Auch hinter unscheinbaren E-Nummern verstecken sich Zuckerersatzstoffe, beispielsweise steht E 954 für Saccharin, E 950 für Acesulfam-K, E 951 für Aspartam und E 952 für Zyklamat.

Wenn Sie sich nun Ihre wöchentliche Zuckerbilanz ansehen, fällt die sicher anders aus als gedacht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Zuckeraufnahme zwischen 50 und 60 Gramm. Demgegenüber stehen durchschnittlich 110 – 120 Gramm Zuckerverzehr täglich, Tendenz steigend.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
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