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DER GEMEINSCHAFT DIENEN

DER GEMEINSCHAFT DIENEN

Das Ehrenamt in Geschichte und Gegenwart

Am 5. Dezember begehen wir den Internationalen Tag des Ehrenamtes, und 2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligen- Tätigkeit. Aus diesem Anlass wollen wir der Frage nachgehen, was Ehrenamt und Freiwilligen-Tätigkeit eigentlich bedeuten.

Wer sich für das Gemeinwohl einsetzt, wird in der Regel dafür gelobt, wer dagegen auf Kosten der anderen lebt, nicht. Seit der griechischen Antike gilt es als Tugend, sich an der Polis, der Gemeinschaft, aktiv zu beteiligen. Denn ohne freiwilligen Dienst kann keine Gesellschaft funktionieren.

Heute ist in Deutschland gut ein Drittel der Bevölkerung ehrenamtlich tätig. Dazu gehören die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), des Roten Kreuzes, des Johanniter- Unfall-Dienstes und anderer Hilfsorganisationen. Ebenso die Helfer in den Kirchen, in der Altenpflege, in Hospizen, in der (Jugend-)Sozialarbeit und in gemeinnützigen Vereinen. Spezielle Ehrenämter sind zum Beispiel die Schöffen bei Gericht, Gemeinderatsmitglieder oder Wahlhelfer. Die Bürger können dazu aufgefordert werden, ein solches Ehrenamt zu übernehmen, und werden dann dafür finanziell entschädigt. Normalerweise gibt es aber für die Ausübung eines Ehrenamtes kein Geld, sondern – wie der Name schon sagt – Ehre. Regelmäßig erhalten Bundesbürger, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, öffentliche und offizielle Anerkennung, etwa durch den Bundespräsidenten, den (die) Bundeskanzler(in) und andere Politiker und Würdenträger.

Durch Dienen wird das Herz gereinigt. (Swami Sivananda)

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