BUDDHISMUS ALS WEG

BUDDHISMUS ALS WEG

Ein Thema – sechs Facetten

Der Buddhismus ist ein Weg, um über intensive spirituelle Arbeit Befreiung zu finden, vom „Leben ist Leiden“ zur Sicht der höchsten Freude. Westlichen Menschen erscheint er oft weniger formalistisch als ihre etablierten Religionen. Doch auch der Buddhismus kennt eine Vielfalt ritueller Praktiken. Worauf beruht seine besondere Anziehungskraft? Er passt sich dem geistigen Horizont des Einzelnen an, ohne ihn von seinen religiösen Wurzeln zu entfremden.

EIN TOLERANTER WEG

Mit sanfter Überzeugungskraft – vor allem nie durch einen Krieg, der je in seinem eigenen Namen geführt worden wäre, und ohne eine aufdringliche Mission zu betreiben – durchdrang der Buddhismus mit seiner universalen Erlösungslehre, mit seiner Ethik und Philosophie die weiten Räume Asiens. Er erfasste viele Völker, solche der Tropen bis hin zu jenen des rauen, eisigen Hochgebirges. Er traf auf Hochkulturen wie die bereits traditionsreiche und selbstbewusste des alten China, auf „unterentwickelte“ zentralasiatische Nomadenstämme (die als Vermittler buddhistischen Kulturguts eine wichtige Rolle spielten) oder auf die animistisch und magisch geprägte Bön- Religion des alten Tibet.

Charakteristisch für den Buddhismus ist seine von grundlegender Toleranz getragene und auf die geistige Fassungskraft der Adepten ausgerichtete Anpassungsfähigkeit. Er fordert nicht bedingungslosen Glauben und erhebt keinen Anspruch auf Ausschließlichkeit. Er betrachtet seine Lehre nicht als bindendes, orthodoxes Dogma, wie das beim Christentum und Islam der Fall ist.

Gabriele Seitz

KURZ GESAGT:

Grundlegend für den Buddhismus ist seine Toleranz. Ohne Krieg, Mission oder Glaubensdogma durchdrang seine universale Ethik und Philosophie die weiten Räume Asiens.

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