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Hoffnung für eine neue Welt

Hoffen und träumen sind eng miteinander verbunden. Wer nicht träumen kann, verliert die Hoffnung. Ein Mensch ohne einen Traum ist ohne Hoffnung. Und auch eine Gesellschaft braucht Träume, um Hoffnung zu haben.

Du musst einen Traum für dich haben, und du musst an diesen Traum glauben. Wenn du wirklich an deinen Traum glaubst, musst du jetzt in deinem Traum leben. Das Problem ist, dass wir unsere Träume meist in der Zukunft halten: „Eines Tages werde ich so sein, jedoch kann ich wegen all meiner Probleme jetzt nicht so sein.” So werden wir nie etwas in unserem Leben manifestieren. Du musst deinen Traum jetzt physisch erfahren. Wenn du keine physische Erfahrung machst, wird dein Körper niemals reformiert, sondern wird weiterhin von alten Mustern angetrieben. Dein Körper muss einen ersten Einblick in eine neue Erfahrung bekommen, wodurch der Körper Hoffnung findet. 

Unser ganzes Leben lang verleugnen wir unsere körperlichen Erfahrungen. Unser Körper selbst sehnt sich nach Veränderung. Doch wegen all unserer sozialen Konditionierungen fehlinterpretieren wir diese Sehnsucht, und streben stattdessen nach Erfolg. Und dann fühlen wir uns in dieser Fehlinterpretation gefangen und die Selbstverleugnung besteht fort. Keine unserer Ziele und Pläne geben unserem Körper Hoffnung, in Frieden zu leben. Und dann fühlen wir uns hoffnungslos. Solange wir nicht davon träumen, Frieden in unseren Körper zu erfahren, sind wir weit davon entfernt, Hoffnung zu empfinden.

Frage dich: Wie sieht das vollkommene Bild von mir aus? Wann werde ich in Frieden und in Harmonie mit diesem Planeten leben? Wenn du dieses Bild findest, ist das der erste Schritt deiner Transformation. Denn ohne dieses Bild, ohne diesen Traum, hast du keinen Weg. Erst dieser Traum gibt Hoffnung, die Reise dorthin zu unternehmen. Sag zum Beispiel: „Ich bewege mich auf Frieden, auf Einheit zu.” Dann hast du für jeden Schritt, den du machst, einen Bezug. Dann kannst du reflektieren: Helfen mir meine Gedanken, Worte und Taten, zum Frieden zu kommen?

Ein neuer Vorschlag für deine innere Welt

Du nimmst diese Welt durch deinen inneren Zustand wahr. Wenn du empfindest, dass die Welt kein guter Ort zum Leben ist, dann kommt das von der inneren Erfahrung, die du in deinem Körper machst. Und wenn du die Welt nicht so haben willst, dann musst du einen neuen Vorschlag für deine innere Welt machen. Frage dich: Welche innere Erfahrung möchte ich machen? Und wenn du dann anfängst, die Komponenten dieser Erfahrung in deinem Leben umzusetzen, dann hast du eine Richtung, in die du gehst.

Unser Körper muss die Hoffnung auf Frieden finden. Indem wir die Vergangenheit loslassen und Neues in unser Leben einladen, findet unser Körper Hoffnung. Es ist wichtig zu erkennen, dass bei allen Emotionen, die wir durchleben, unser ganzer Körper diese Erfahrung machen muss. Dein Herz muss schneller schlagen, deine Lunge muss stärker atmen, und all deine Organe, jede deiner Zellen, muss die Erfahrung, die du in dir machst, durchleben. Wenn du an die Zukunft denkst, dann musst du sehen, welche innerer Erfahrung du deinem Körper schenken möchtest. Wenn dein Körper Frieden in diesem Bild findet, dann hat dein Körper Hoffnung. Diese Hoffnung wird zum Fundament für deine Heilung, und ebenso für eine neue Welt.

Persönliche Transformation reformiert die Welt

Wir wünschen uns eine Welt in Frieden. Jedoch haben wir alle Strukturen durch unsere Angst, unsere Schuld, unsere Scham, unseren Zweifel, unsere Gier und unseren Stolz geschaffen. Diese Strukturen sind darauf ausgelegt, im Kampf zu leben, im Leid zu leben, in einem geschützten Modus zu leben. Solange wir nicht bereit sind, uns damit auseinanderzusetzen, wie wir das Problem aufrechterhalten, wird das Problem nicht gelöst werden. Denn wir sehen ‚die Welt‘, aber wir sehen nicht, dass die Welt von unserem eigenen inneren Zustand geschaffen wird.

Wenn ich mir eine Welt in Frieden wünsche, dann muss ich erkennen, wie meine Gedanken, Worte und Taten den Frieden fördern oder ihn hindern. Wir müssen uns dessen bewusst werden, wie unsere eigenen Gedanken, Worte und Taten Angst, Schuld, Scham, Zweifel, Zorn, Gier, Stolz oder Frieden, Freude, Liebe, Freiheit und Hoffnung verbreiten. Indem wir unsere eigene innere Erfahrung transformieren, gewinnen wir unsere Kraft zurück, diese Welt zu reformieren.

Wie es im ‚Gebet des heiligen Franziskus von Assisi’ heißt: „Wo Hass ist, lass mich Liebe säen, wo Zweifel ist, Vertrauen, wo Dunkelheit ist, Licht, wo Trauer ist, Freude, und wo Verzweiflung ist, lass mich Hoffnung  säen.“ Ja, so wahr! Anstelle Erfahrung zu erzeugen, die wir nicht wollen, können wir Erfahrungen säen, die wir uns wünschen. Die Welt wird sich unweigerlich transformieren. Wenn wir von Angst, Zweifel, Schuld und Scham erfüllt sind, nehmen wir alles durch diese inneren Erfahrungen wahr und erzeugen dieselben Erfahrungen in anderen. So kreieren wir unsere eigene Realität. Aber die Wahrheit ist, dass uns allen die Gabe geschenkt ist, unsere Welt zu ändern, indem wir unsere innere Welt ändern. Auf diese Weise können wir eine neue Realität erschaffen – eine neue Hoffnung für eine neue Welt.

Guruji Sri Vast

Dieser Artikel ist ein Satsang-Auszug von Guruji Sri Vast – ein erleuchteter Meister und Mystiker unserer Zeit. Guruji lehrt das Feiern des Lebens als einen Weg zur völligen Befreiung. Es haben sich Sanghas gebildet, um gemeinsam Gurujis Lehre im täglichen Leben zu erkunden. In Divinya, einer Gemeinschaft in Schweden, gibt Guruji regelmäßig Retreats, die die  Möglichkeit bieten, die Gegenwart des lebenden Meisters zu erfahren.

www.srivast.org - www.divinya.org

Satsang-Auszug von Guruji Sri Vast

FOTO: gettyimages

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