Der Schöpfungsmythos der Irokesen - Du willst wissen, warum die Menschen manchmal gut sind, und manchmal böse? Dann erzähle ich dir von den Anfängen.
Vor vielen, vielen Wintern lag die Erde noch unter einer großen Decke aus Wasser, sie war völlig bedeckt von Wasser. Es gab keine Sonne, keinen Mond und auch keine Sterne – deshalb gab es kein Licht, alles war Finsternis. Die einzigen Lebewesen in dieser Welt waren damals Wassertiere wie der Biber und die Bisamratte, oder Wasservögel wie die Ente und der Seetaucher.
Das Land der Glücklichen
Weit über der Erde befand sich das Land der Glücklichen Geister, die hatten einen großen und mächtigen Häuptling, der hieß Rawennio. Mitten in dieser Oberen Welt, neben der Wohnung von Rawennio, wuchs ein großer Baum, der jedes Jahr so viele Früchte trug, dass alle Bewohner des Himmels genug zu essen hatten. Doch dann wurde die Frau des Häuptlings schwanger, und als Rawennio das bemerkte, wurde er zornig, denn er hatte Zweifel, ob das Kind, das in ihrem Leib wuchs, womöglich nicht von ihm, sondern von einem anderen gezeugt worden war.
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