Magazin Visionen - Einfach. Besser. Leben.

Sylvester Walch
Sylvester Walch

Dr. Sylvester Walch, 75, Psychologischer Psychotherapeut, leitete über viele Jahre eine psychotherapeutische Einrichtung, hat an verschiedenen Universitäten gelehrt, zuletzt in Wien, und war 44 Jahre als Ausbilder für Psychotherapie tätig. Er ist Autor von sechs Büchern und vielen Artikeln.

Welchen Beruf haben Sie ursprünglich gelernt?
Mein ursprünglicher Beruf ist Psychologe und Psychotherapeut.

In welchem Aufgabenbereich sind Sie derzeit tätig?
Seminarleiter und Trainer für holotropes Atmen und transpersonale Psychologie. Autor und Speaker.

Wer oder was möchten Sie sein?
Ein vertrauenswürdiger Begleiter für Menschen, die sich auf einen Heilungs- und Wachstumsprozess einlassen. Vielleicht sollte meine private Seite künftig mehr Raum einnehmen, denn ich habe eine wunderbare Familie und eine liebenswerte Enkeltochter.

Sind Sie Vegetarier? Flexitarier? Veganer?
Ich bin eher Flexitarier – welch wunderbares Wort! Ich könnte mehr auf meine Ernährung achten.

Welche drei menschlichen bzw. spirituellen Werte sind Ihnen wichtig?
Mitgefühl nicht nur anderen gegenüber, sondern auch sich selbst gegenüber. Bewusstheit und fortschreitende Selbsterforschung. Achtsamkeit (Offenheit, Präsenz, Akzeptanz und den Dingen ihren Lauf lassen). Spirituelle Verbundenheit und eine Beziehung zur Trans - zendenz.

Was ist für Sie Glück?
Ein Zustand, in dem wir uns mit dem Leben im Einklang fühlen, tief verbunden sind mit uns selbst, mit anderen und der Welt. Es ist eng verknüpft mit innerem Wachstum, tiefer Selbsterkenntnis und Freude am Leben. Ausschlaggebend dafür ist, dass wir dem Leben, so wie es sich vollzieht, vollkommen vertrauen können. Das bedeutet auch, dass wir Herausforderungen und Krisen annehmen und daraus lernen können.

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Allgemein: Wenn Menschen, durch gesellschaftliche und politische Verhältnisse ihre Freiheit, Würde und Autonomie verlieren. Persönlich: Ein Leben, in dem ich mich selbst verliere, den Kontakt zu meinem Innersten nicht spüre und selbstdestruktiv mit mir umgehe.

Was bereitet Ihnen ggfs. Sorgen in Bezug auf die Erde oder die Menschheit?
Was mir Hoffnung gibt, ist, dass jeder einzelne Mensch, der sich auf einen inneren Weg macht, zu etwas Gutem für sich und die Welt beiträgt. Sorgen bereitet mir, dass diese spirituelle Evolution durch destruktive Kräfte, Machtgier, Materialismus, Unachtsamkeit und Unbewusstheit behindert wird.

Sind Sie karitativ, ehrenamtlich oder selbstlos engagiert? Wenn ja, wie, wo?
Ehrenamtlich setze ich mich durch Vorträge, Interviews und Artikel für das holotrope Atmen, die transpersonale Psychologie und eine aufgeklärte Spiritualität ein. Bei Siddha Yoga Retreats übernehme ich ehrenamtliche Aufgaben Wann haben Sie angefangen, sich für Spiritualität zu interessieren? Schon in meiner frühen Jugend. Ich spürte eine tiefe Sehnsucht nach Sinn, nach einem tieferen Verstehen des Lebens. Ich las viel, philosophische, spirituelle und psychologische Texte, und begann Yoga zu praktizieren. Es war für mich eine stille, aber kraftvolle Suche nach etwas, das über das rein Äußere hinausgeht.

Meditieren Sie? Wie? Seit wann?
Ja, ca. 20 Minuten jeden Morgen

Was bedeutet „Gott“ für Sie?
Der Begriff „Gott“ symbolisiert für mich die Erfahrung, dass wir in etwas Größeres eingebettet und mit dem Unendlichen verbunden sind. Es/er ist in allem und in allen präsent, eine Quelle von Inspiration und Heilung.

Wie möchten Sie sterben?
Ich lasse die Dinge auf mich zukommen und wünsche mir, auch in den letzten Tagen meines Lebens für Reifungsschritte offen zu sein.

Was ist dann?
In diesem Übergang löst sich die Person als psychophysische Entität auf, sie transformiert, während die Information – also das, was sich im Leben durch mich manifestiert hat – weiterlebt und vielleicht neue Formen annimmt.

Haben Sie Schwächen und falls ja, wie würden Sie diese formulieren? 
Ich achte zu wenig auf meine WorkLife-Balance, weshalb mein privates Leben zu kurz kommt. Manchmal behindern mich Ego-Aspekte auf meinem inneren Weg.

Was ist Ihre Strategie dagegen?
Praktische Übungen wie Meditation und Achtsamkeit sowie das bewusste Erkennen von alten Mustern und Ego-Aspekten.

Was machen Sie in Ihren „Mußestunden“?
Sport, Hörbücher, Lesen, Theaterbesuche, mit der Familie zusammen sein.

Welche Vision haben Sie für die nächsten zehn Jahre?
Ich möchte meine Seminarteilnehmer*innen weiterhin vertrauensvoll durch tiefe Prozesse begleiten können. Ich habe auch vor, meine konzeptionellen Arbeiten in Bezug auf holotropes Atmen und transpersonale Psychotherapie in Interviews, Artikeln und vielleicht noch in Form eines neuen Buches weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Den Dialog zwischen Psychotherapie und Spiritualität weiter voranzubringen, ist mir ein weiteres großes Anliegen.

Was sind für Sie die wichtigsten Projekte in diesem Jahr?
Meine Herbstseminare, einige Interviews und vielleicht den einen oder anderen Artikel verfassen.

Information & Inspiration

www.walchnet.de
Bücher: Vom Ego zum Selbst. Grundlinien eines spirituellen Menschenbildes (Droemer Knaur, 2013)
Die ganze Fülle deines Lebens (Fischer & Gann, 2016)
Was im Leben wirklich wichtig ist (IHTS, 2023)
Wege zum Wesentlichen. Holotropes Atmen und erweitertes Bewusstsein (Patmos, 2024)

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