Wie wir durch spirituelle Faulheit zur inneren Gelassenheit finden. Was wäre, wenn Faulheit kein Makel, sondern ein buddhistischer Weg zur Erleuchtung wäre?
Wer spirituelles Nichtstun in sein Leben integriert, erfährt eine neue Form des inneren Friedens.
Unsere To-do-Listen werden länger, der Druck wächst. Aktivität ist zur neuen Religion geworden – und selbst Spiritualität folgt oft einem strikten Plan: täglich meditieren, das innere Kind heilen, Schattenarbeit machen. Verständlich, denn natürlich wollen wir wachsen, verstehen, heilen – und übersehen dabei, dass dieses ständige Tun oft nur ein raffiniertes Spiel des Egos ist, das Angst vor dem Stillstand hat. Wir funktionieren, optimieren, hetzen selbst durch unsere Freizeit – zwischen Sport, Hobbys und Selbstverwirklichung. Ich kenne das gut. Meist hinke ich der Zeit hinterher, schaffe nur die Hälfte – und fühle mich am Ende unzufrieden. So geht es vielen. Denn der Drang, alles zu ordnen, zu klären, zu verbessern, wird zur Dauerbeschäftigung des Geistes. Einfach mal nichts tun? Fühlt sich ungewohnt an.
Tina W. Engler





