Es muss nicht immer Rasen sein. Klee, Kräuter und Bodendecker stellen wesentlich schönere Alternativen dar, die noch dazu ökologisch wertvoll sind. Ein Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten, das Grün neu zu gestalten.
Schön ist er wirklich nur in den seltensten Fällen: der „Strapazierrasen“, der gemeinhin hiesige Grünflächen, Parks und Gärten dominiert. Dafür muss er aufwändig gepflegt werden: vertikutiert, gedüngt, gejätet, nachgesät und im Sommer regelmäßig mit Unmengen von Wasser gegossen, damit er nicht verkümmert. Doch wenn es zu viel regnet, entsteht Staunässe, mit der er auch nicht umgehen kann, weshalb er zum Sumpf mutiert. Mit reichlich Arbeits- und Geldeinsatz und viel Glück entspricht er vielleicht irgendwann dem offensichtlichen Ideal, so auszusehen, als wäre er aus Plastik – und selbst dann wirkt er immer nur langweilig. Als ökologische Sackgasse, die er nun einmal ist, hat er Insekten oder Kleintieren weder Lebensraum noch Nahrung zu bieten, und als Monokultur arbeitet er konsequent gegen die Biodiversität im Garten.
Martina Pahr





