Magazin Visionen - Einfach. Besser. Leben.

Geseko v. Lüpke, 68 Jahre, Journalist, Autor, Netzwerker und Zukunftsforscher, Begleiter bei Visionssuchen.

Welchen Beruf haben Sie ursprünglich gelernt?
Ich habe zwischen 1979 und 1989 Politikwissenschaft und Ethnologie studiert, bin also Politkwissenschaftler. Danach folgte eine Kompaktausbildung an der Deutschen Journalistenschule.

In welchem Aufgabenbereich sind Sie derzeit tätig?
Ich begleite Menschen auf Visionssuchen in der Wildnis und durch persönliche Lebensübergänge. Ich beschreibe in Büchern den großen kollektiven Wandel, der sich auf unserer Erde vollzieht.

Wer oder was möchten Sie sein?
Ganz und gar und noch mehr ich selber. Der nächste Schritt besteht darin, nicht nur ‚alt‘ zu werden, sondern als ‚Ältester‘ für die Gemeinschaft wie ein Mentor wirken zu können. 

Sind Sie Vegetarier? Flexitarier? Veganer?
Ein 95%-Vegetarier, der auf langen Wanderungen schon mal ein BioLandjäger wegputzt.

Welche drei menschlichen bzw. spirituellen Werte sind Ihnen wichtig?
Empathie mit allem Lebendigen / Liebe zu denen, die nach uns kommen / Mut allem zu widerstehen, was mein Herz ablehnt.

Was ist für Sie Glück?
Wenn äußere Schönheit meine Seelenlandschaft berührt und ich das in Worten oder Berührung teilen kann…

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Eine künstliche Maschinenwelt voller KI, in der es kein Scheitern, keine Krise, keinen Fehler gibt.

Was bereitet Ihnen Sorgen in Bezug auf die Erde oder die Menschheit?
Dass wir nicht darüber hinauskommen, das ‚Missing Link‘ zwischen Affe und Mensch zu sein. Dass wir unsere Chance in diesem Universum verspielen.

Sind Sie karitativ, ehrenamtlich oder selbstlos engagiert? Wenn ja, wie, wo?
Gut geht’s mir, wenn ich alles, was ich tue, als ‚Ehrenamt‘ begreife. Ich kümmere mich um Menschen, die Welt, die Zukunft – und freue mich, wenn ich davon leben kann. ‚Selbstlos‘ heißt für mich, mehr zu sein als das ‚hautumkapselte Ich‘…

Wann haben Sie angefangen, sich für Spiritualität zu interessieren?
Als junger Mann merkte ich: ich verblöde, wenn ich übersehe, dass ich nur ein Knoten in einem viel größeren Netz bin. Oder eine Zelle in einem riesigen Körper, oder ein Gedanke in einem kreativen Universum.

Meditieren Sie? Wie? Seit wann?
Am ehesten draußen alleine im Wald. Oder in Lust und Liebe. In wunderbarer Musik. Momenten der Dankbarkeit und des Staunens.

Was bedeutet „Gott“ für Sie?
Der Gesamtausdruck und innere Impuls von allem, was ist und ständig neu wird und in allem wohnt. Und das wahrnehmen!

Wie möchten Sie sterben?
Lächelnd, dankbar, gut gelebt, entspannt gespannt, ohne Angst.

Was ist dann?
Die nächste aufregende Forschungsreise jenseits der Schwelle des Bekannten.

Haben Sie Schwächen und falls ja, wie würden Sie diese formulieren?
Ich kann mich maßlos begeistern! Ich kann mich sakrisch ärgern! Ich kann unvernünftig sein! Ich kann zuviel und zu wenig sein! Meine Schwächen sind unterentwickelte Stärken!

Was ist Ihre Strategie dagegen?
All is well! This I know: There is always time for me to change and grow!

Was machen Sie in Ihren „Mußestunden“?
Sind zu selten, denn es gibt so viel Tolles zu machen! Aber dann: Muße tun! Lieben! Draußen sein…

Welche Vision haben Sie für die nächsten zehn Jahre?
Liebend und lernend in voller Lebendigkeit & Freude, so gesund wie möglich, meine Lebenserfahrung genießend, stolz und würdig im Handeln und Sein altern.

Was sind für Sie die wichtigsten Projekte in diesem Jahr?
Partnerschaft leben! Acht Menschen gut durch ihre Visionssuche und ihr Wachsen zu begleiten! Das Buch über das ägyptische Sekem-Projekt und deren ‚Ökonomie der Liebe‘ fertigschreiben.

Schamanisches Wissen für eine neue Zeit von Geseko von Lüpke - eBook - 2025

www.visionssuche.net

Foto(s): © Leloba Richerd

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